Müssen wir umdenken und uns vom Anlagen-Mechaniker SHK verabschieden. Mal ganz ehrlich, so ganz an Herz gewachsen ist der im Jahr 2003 eingeführte Ausbildungsberuf nicht. Vorher war die Welt nämlich noch in Ordnung, da gab es den Gas- und Wasser Installateur und den Zentralheizungs- und Lüftungsbauer.
Der Mechatroniker, die Berufsbezeichnung ist abgeleitet von dem fachübergreifenden Gebiet Mechatronik, also aus der Kombination von Mechanik und Elektrotechnik/Elektronik, ergänzt durch Steuerungstechnik und Informationstechnik. Quelle: Wikipedia
Aber wie komme ich nun darauf einen Anlagen-Mechatroniker SHK auszurufen. Zum einem weil ich mit dem Mechatroniker den eigentlichen Kern unserer Arbeit besser beschrieben sehe. Die Heiztechnik ist die treibende Kraft für innovative Produkte, die hohe Anforderungen an denjenigen stellt der damit täglich umgehen muss. Beipiel:
- Elektro Wärmepumpen müssen an das Stromversorgungsnetz angeschlossen werden. Diese Tätigkeiten wird der Elektriker ausführen. Warum nicht der Mechatroniker SHK?
- Die Kraft-Wärme Kopplung ist regelungstechnisch Hochkomplex, zudem besteht die Möglichkeit die Anlagen in das Heim-Netzwerk einzubinden. Ohne Netzwerkkentnisse sollte man nicht mal daran denken die Routereinstellungen zu verändern.
Spannend nicht wahr, was die Heiztechnik-Industrie mit uns vorhat. Was damals noch die handwerklich schwierige Aufgabe war eine “Anschuhung” oder “Hosen-T-Stück” zu bauen ist heute das “Patchen” mit einem CAT5 Netzwerkkabel.
Aber wer soll den nun die Rohre legen? Nicht mehr wir! Was ist schon dabei eine Pressverbindung herzustellen? Dafür muss niemand 3,5 Jahre lernen, dass kann man in 3,5 Minuten. Zurück also? Nein, vorwärts muss es gehen! Da müssen sich mal wieder ein paar Leute den Kopf zerbrechen und gründlich ausmisten und das zurecht rücken was schon 2003 schief gegangen ist.
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