• Kurz notiert!

  • Erklär mal: Fäkalien-Hebeanlage

    26. Februar 2010 Jan Erstellt in Allgemein, Erklär mal..., Gut zu wissen, Haustechnik, Sanitär Keine Kommentare »

    Hebeanlagen sind automatisch arbeitende Anlagen, die das Abwasser, welches unter der sog. Rückstauebene anfällt, Rückstausicher ableiten. Wenn das Abwasser nicht mit Gefälle abgeleitet werden kann, ist ebenfalls eine Hebeanlage erforderlich.

    Info:
    Rückstauebene

    Die Rückstauebene markiert den höchstmöglichen Stand des Abwassers an einer bestimmten Stelle in einem Kanalsystem.
    In der DIN EN 12056-1:2000 (Schwerkraftentwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden) ist sie definiert als „die höchste Ebene, bis zu der das Wasser in einer Entwässerungsanlage ansteigen kann“.
    Rückstau kann bei starken Regenfällen und Hochwasser auftreten, besonders gefährdet sind daher Mischkanäle. Aber auch Leitungsverstopfung oder das Spülen von Leitungen kann zu Rückstaus führen, sodass diese auch in Trennsystemen auftreten können. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren besteht die Gefahr, dass das Abwasser vom Kanal durch Sanitärgegenstände unterhalb der Rückstauebene ins Gebäude eindringt und dadurch umfangreiche Schäden verursacht. Angeschlossene Sanitärgegenstände und alle anderen Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene müssen durch eine Hebeanlage, Rückstausicherung oder andere Verschlüsse gegen Rückstau geschützt werden.

    Als maßgebende Rückstauebene gilt die Straßenoberkante an der Anschlussstelle des Grundstücksentwässerungskanals, wenn nichts anderes festgelegt ist.

    Die Abwasserhebeanlage wird am tiefsten Punkt im Keller entweder frei oder in einer Grube aufgebaut bzw. in einem Schacht (Pumpensumpf) untergebracht. Die Hebeanlage muss über eine Rückstauschleife (min 300mm über RSTE) über die Rückstauebene entwässern. Somit wird ein Schutz gegen Rückstau erreicht. Sie pumpt auch bei Rückstau Abwasser in die öffentliche Kanalisation, die Hausentwässerung bleibt in vollem Umfang betriebsfähig. Bei Stromausfall ermöglicht eine Handpumpe die Entsorgung, ebenso ist bei großen Anlagen mit einer parallel geschalteten Zweitpumpe für den Ausfall einer Pumpe gesorgt, indem diese den Betrieb aufnimmt.
    Entwässerungsgegenstände oberhalb der Rückstauebene dürfen nicht über eine Hebeanlage entwässern.

    Arten von Hebeanlagen:

    • Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Schmutzwasser aus WC- und Urinalanlagen, das Geruchsbelästigung verursacht, sind mit einem geschlossenen, gas- und wasserdichten Behälter ausgestattet, in dem das Schmutzwasser gesammelt wird.
    • Hebeanlagen für fäkalienfreies Wasser sind meist Kellerentwässerungspumpen, die als Tauchmotorpumpen in einem offenen Sammelschacht angeordnet sind.

    Wichtige DIN Normen: DIN EN 12050 und DIN EN 12056

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    Erklär mal: Normen und Zertifizierungen für Holzpellets

    19. Februar 2010 Redaktion Erstellt in Erklär mal..., Gut zu wissen, Haustechnik, Heizung Keine Kommentare »

    Wer mit Pellets heizt, der macht an sich nichts falsch. Wenn er jedoch die falschen Pellets eingebunkert bekommen hat, der kann sein blaues Wunder erleben. Denn neben Betriebsstörungen (Ausfall der Heizung) muss eventuell der Vorrat an gebunkerten Pellets entsorgt werden, ein echt teurer und zweifelhafter Spass.
    Wir bedanken uns bei PowerPellets (www.power-pellets.de) für diese Informationen:
    Die DIN 51731

    Die DIN 51731 für Holzpellets ist mit ihren Vorgaben ungeeignet als Qualitätsindikator, da wichtige Parameter, wie der Abrieb nicht festgelegt sind.
    Auch eine unabhängige Prüfung der Produktion zu diesen Normen erfolgt nicht.

    ÖNorm 7135
    Diese Norm aus Österreich regelt die Qualität von Holzpellets wesentlich restriktiver, so z.B. auch den Abrieb. Der Abrieb ist ein Maß für die Härte und Stabilität des Pellets. In einem Testgerät, dem Lignotester, werden die Pellets einer definierten Belastung ausgesetzt und als Ergebnis der entstehende Staub gemessen und in Prozent angegeben. Je geringer der Wert des Abrieb, desto stabiler sind die Pellets und desto geringer ist dann auch die Staubentwicklung beim Einblasen.

    DINplus
    Die Zertifizierung nach DINplus verbindet die beiden vorgenannten Normen und legt jeweils die strengeren Werte als Maßstab fest.
    Die Zertifizierungsprozedur findet beim Pellethersteller durch ein von DIN Certco akkreditiertes Prüfinstitut statt. In regelmäßigen Abständen finden unabhängige Kontrollen statt, so dass die Qualität der Pellets sichergestellt werden kann.

    Gütesiegel des PVD Pelletverbandes Deutschland
    Dieser neben dem Deutschen Energie Pellet Verband (DEPV) existente Verband hat ein Gütezeichen entwickelt, deren Gütekriterien vergleichbar mit den Vorgaben nach DINplus sind.

    Qualitätsnormen Pellets Vorgaben ÖNorm M 7135 Vorgaben DIN 51731 Vorgaben DINplus.

    Zertifizierte Pellets.pngBild:www.power-pellets.de

    Power Pellets sind DINplus zertifiziert, insbesondere der für den Staub verantwortliche Abriebwert wird weit unterschritten.
    Entscheidend ist aber, dass die folgende Transportnorm eingehalten wird, denn man kann jeden guten Pellet durch nicht sachgemäßen Umgang beim Transport und Einblasen zerstören!

    ÖNorm 7136 Transport und Lagerung von Pellets

    Die Kriterien der DIN, ÖNorm und der DIN plus beziehen sich auf die Produktion und den Zustand der Holzpellets bis zur Verladung der Pellets im Pelletierwerk.
    Der nachfolgende Transport der Pellets zum Endkunden oder Zwischenhändler und der weiteren Distribution wird in der „ÖNorm 7136 Transport“ geregelt. Auf der Basis dieser Norm ist das Zeichen „DIN Pelletlogistik geprüfter Fachbetrieb“ entstanden.

    Pellets Bild:n24

    Damit wird gewährleistet, dass die zertifizierten Pellets auch in guter Qualität in den Bunker eingebracht werden.
    Durch unsachgemäßen Transport oder Lagerung können erhebliche Qualitätseinbußen entstehen.
    Es werden Anforderungen an Zwischenläger, Transportfahrzeuge und das Zustellpersonal gestellt. Die Vorgaben sind unter anderem ein geschultes Fachpersonal, ein geeichtes On-Bord Wiegesystem des LKW, die Sortenreinheit der Pellets, den Schutz vor Nässe und eine Absaugvorrichtung.
    Ziel des Zeichens und der Norm ist einen professionellen Umgang mit Pellets während der gesamten Transportkette.

    Viele Hersteller verweisen in ihren Installationsanleitungen auf die Einhaltung der ÖNorm 7135, oder auf die Zertifizierung der Pellets nach DINplus.

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    Erklär mal: LAS, Luft-Abgas-System

    10. Februar 2010 Loeti Erstellt in Erklär mal..., Gut zu wissen, Haustechnik, Heizung Keine Kommentare »

    In Neubauten mit fugendichten Fenstern und Türen kann für raumluftabhängige, in Wohnbereichen aufgestellte Heizgeräte keine ausreichende Verbrennungsluftversorgung mehr sichergestellt werden. Durch Luft-Abgas-Systeme können wandhängende Heizgeräte raumluftunabhängig betrieben werden, also ohne den sonst üblichen Nachweis der Schutzziele 1 und 2.
    Bei raumluftunabhängigen Heizgeräten erfolgen die Verbrennungsluftzufuhr und die Abgasabführung über ein Luft-Abgas-System (LAS). Das System kann aus vorgefertigten Bauelementen oder einer als konzentrisches Doppelrohrsystem ausgeführten Abgasleitung bestehen. Bei Altbausanierungen können vorhandene zweizügige Schornsteine so genutzt werden, dass je ein Zug für die Verbrennungsluftversorgung zum Gerät und zur Abführung der Abgase ins Freie dient.

    LAS Bild:www.oelheizunginfo.de
    Damit ist die Aufstellung und das Betreiben von Gas-Wandheizgeräte und Gas-Wandkombigeräte in Wohnräumen, Nischen und im Dachgeschoss ohne besondere Anforderungen möglich.

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    Erklär mal: Kaskade

    28. Januar 2010 Loeti Erstellt in Allgemein, Erklär mal..., Gut zu wissen, Heizung Keine Kommentare »

    Unter Kaskade (franz. cascade, ital. cascata, Wasserfall) versteht man in der Heiztechnik:

    Das statt eines einzigen großen Wärmeerzeugers, der den gesamten Leistungsbereich abdeckt, bei einer Kaskade mehrere kleine Teillast abdeckende Geräte parallel oder in Reihe miteinander verschaltet werden. Dabei übernimmt zum Beispiel ein Gerät die Grundlastabdeckung, die weiteren Aggregate schalten sich dann je nach Anforderungsprofil schrittweise bis zur Spitzenlastabdeckung hinzu. Neben dem geringen Ausfallrisiko der Gesamtanlage bietet eine Kaskadenlösung den Vorteil, dass im Teillastbereich, der am häufigsten vorkommt, nicht alle Geräte laufen müssen. Bei einer ausgewogenen Verteilung der Betriebsstunden unter den HeizGeräten, verringert sich die Störanfälligkeit, was sich positiv auf den Lebenszyklus einer Heizanlage auswirkt.

    Je nach Heizwärmebedarf und Kaskaden-System können bis zu sechs Heizgeräte zu einer Kaskade zusammengeschlossen werden. Die bedarfsgerechte Regelung (Kesselfolgeschaltung) übernehmen dabei spezielle Kaskadenregler.

    Heizgerätekaskade mit zwei icoVIT Bild:Vaillant

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    Erklär mal: Fremdstromanode

    7. Januar 2010 Loeti Erstellt in Elektro, Erklär mal..., Haustechnik Keine Kommentare »

    Um Speicher-Wassererwärmer mit emailliertem Stahlbehälter vor Korrosion zu schützen, können statt Magnesium-Schutzanoden auch Fremdstrom-Anoden eingesetzt werden. Am Stahlbehälter wird Schwachstrom angelegt, so dass sich an der Behälterwand ein elektrisches Schutzpotenzial aufbaut. Das Prinzip des kathodischen Korrosionsschutzes durch Fremdstrom-Einspeisung hat sich bereits im Rohrleitungsbau bewährt.
    Und ganz wichtig, ein Einhanfen ist nicht zulässig, da hiervon die notwendige elektrische Verbindung zwischen Gewindekopf
    der Anode und Speichermantel beeinträchtigt und der Korrosionsschutz durch die Anode nicht mehr gegeben wäre.

    Fremdstromanode Bild: Fa.Correx
    Fremdstromanoden arbeiten im Gegensatz zu Magnesium-Schutzanoden dauerhaft und wartungsfrei, so dass die Erneuerung der Schutzanode entfällt. Bei einigen Modellen kann über das Display eines Gas-Brennwertkessels oder über ein Internet-Kommunikations-System die Betriebsbereitschaft angezeigt werden. Ansonsten wird die einwandfreie Funktion durch eine Kontrollleuchte angezeigt. Leuchtet die grüne LED, ist Korrosionsschutz durch die Fremdstromanode gewährleistet, leuchtet die rote LED, ist kein Korrosionsschutz durch die Fremdstromanode gewährleistet und es liegt eine Störung vor, welche umgehend zu kontrollieren ist – siehe dazu die Bedienungsanleitung der Fremdstromanode!

    Die Leistungsaufnahme praktisch eingesetzter Fremdstromanoden liegt zwischen zwei und vier Watt; der jährliche Strombedarf liegt somit zwischen 17,5 bis 35 kWh, die bei ca. 20 Eurocent/kWh etwa 3,50 bis 7,- Euro an Stromkosten verursachen.

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    Der effektivste Ölkessel aller Zeiten?

    21. Dezember 2009 Sengebusch Erstellt in Allgemein, Erklär mal..., Haustechnik, Heizung, Pfusch 4 Kommentare »

    So nach langer Zeit habe ich es mal wieder geschafft etwas zu kreieren.

    Ich durfte letztens, eine Wartung an einem Ölkessel durchführen, welcher vom “schwarzen Mann” schon zwei mal beanstandet worden ist. Mein Vorgänger hat bereits zwei mal versucht das Ruder herum zu reißen, leider vergeblich!

    Hier mal eben die Daten getextet mit denen mein Vorgänger die Anlage verlassen hat:

    Abgastemp.: 240°C

    Verluste : 9,8%

    CO2-Gehalt 13,8%

    Ölkessel versaut.jpg

    Wenn denn der Gelbrenner ein Blaubrenner gewesen  wäre, dann hätte zumindest der CO2-Gehalt gepasst. Ich denke, dass mein Vorgänger entweder kein SHK- Fachmann war, oder er hat von der Technik Ölfeuerung keine Ahnung. Dann bin ich aber der Meinung, entweder ich mache mich schlau, oder ich lasse die Finger davon. So etwas versteht der Kunde eher als wenn ich ihm die Anlage total versaue.

    Denn der Schornsteinfeger hat zwei Monate später 310°C Abgastemperatur gemessen und daraus resultierend einen Feuerungstechnischen Wirkungsgrad von 85,5% ermittelt, dass macht einen fetten Verlust von 14,5% .

    Da frage ich mich, wozu eigentlich die Serviceanleitungen dienen welche die Hersteller immer mitliefern. Wenn in der Anleitung steht, dass der Brenner eine 0,6USgal.; 60°HF Fluidics-Düse benötigt, dann gehört da bestimmt keine Danfoss 0,6USgal.; 60°S eingebaut. Sonst sieht der Brenner nämlich so wie auf dem Bild aus.

    Koksansatz im Flammrohr.jpg

    In der Anleitung ist ein Gebläsedruck von 3,5mbar vermerkt und nicht wie ich gemessen habe 2,3mbar. Dazu gehört aber auch, dass der Fachmann weiß, dass der Gebläsedruck die Flammenstabilität beeinflusst.  Auch der richtige Öldruck ist entscheidend, in der Anleitung ist eine Voreinstellung von 9bar angegeben worden. Wenn der Öldruck wie in diesem Fall auf 14bar angehoben wird, dann steigt entsprechend der Durchsatz. Dies führt wenn keine Anpassung der Verbrennungsluft durchgeführt wird zu starker Rußbildung.

    Gebläsedruck.jpg

    Zu allem Unheil kommt aber noch, dass die Tankanlage geändert wurde und diese von einem Zwei- auf Einstrang System umgerüstet worden ist. Na ja, bei einem Höhenunterschied von fast 7,00m und einer Leitungslänge von 25m kommt das nicht so gut. Nur so lässt sich  ein Vakuum von -0,6bar erzielen. Das sind beeindruckende 0,25bar zu viel . Dies führt zu einer Ausgasung des Heizöls, hierbei entstehen unweigerlich Luftblasen und Luft lässt sich nun mal nicht verbrennen. Die Düse spuckt das Öl eher schluckartig aus, dass erklärt auch die verdreckte Stauscheibe und Flammenrohr. Von einer perfekten Verbrennung sind wir jedenfalls meilenweit entfernt gewesen.

    Jedenfalls war ich drei Stunden nur damit beschäftigt den Kessel wieder sauber zu bekommen und den Brenner wieder ordentlich einzustellen.
    Ergebnis: 170°C Abgastemp. 12,5% CO2 und nur 7,5% Verluste.
    Geht doch.
    Fazit: Ich habe einen Neukunden, die andere Firma einen Kunden weniger.

    Nun ich glaube wenn man dem Kunden gleich gesagt hätte das man sich mit der Ölfeuerung nicht allzu gut auskennt hätte der Kunde demjenigen bestimmt nicht gleich den Kopf abgerissen. Sondern wäre vielleicht glücklich darüber gewesen, dass der Erstbeauftragte Handwerker auf jeden Fall ehrlich ist. In diesem Fall hat die Unehrlichkeit des Handwerkers dem Kunden aber viel Geld gekostet plus  meinen drei stündigen Einsatz.  Dazu kommt noch, dass der Brenner unwirtschaftlich Öl verballert hat und damit nicht zur Senkung des CO2 beigetragen hat.

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    Erklär mal: Den Unterschied Erdwärmekollektor / Erdwärmesonde

    18. Dezember 2009 Loeti Erstellt in Allgemein, Erklär mal..., Gut zu wissen, Haustechnik, Heizung, Spezial Keine Kommentare »

    Der Erdwärmekollektor
    Die von erdgekoppelten Wärmepumpen produzierte Heizenergie wird zu rund 75% emissionsfrei aus dem Erdreich gewonnen. Als Wärmetauscher zur Nutzung der Geothermie können z.B. Erdwärmekollektoren eingesetzt werden. Diese werden als mäanderförmig verlegte Rohrregister oder Kapillarrohrmatten horizontal in einer Tiefe von ca. 0,2m unterhalb der örtlichen Frostgrenze verlegt. Als Rohrwerkstoff wird meist HDPE-Kunststoffrohr verwendet. Der Wärmetauscher wird von einem Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch (Sole) durchströmt, mit dem die Erdwärme dem Kältemittelkreislauf der Wärmepumpe zugeführt wird. Die Fläche darf weder überbaut noch mit stark verschattenden Büschen oder Bäumen bepflanzt werden. Es eignen sich Grundstücke die in etwa das 2 bis 3-fache der Wohnfläche groß sind für diese Art der Erdwärmenutzung.
    In Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit ist mit einer Wärmeentzugsleistung von 10 W/m2 Bodenfläche bei trockenen sandigen Böden und bis zu 40 W/m2 Bodenfläche bei wassergesättigten Böden zu rechnen.
    Im Vergleich zu Erdwärmesonden fallen die Baukosten für Erdwärmekollektoren im Neubau deutlich geringer aus.

    Erdwärmekollektor

    Die Erdwärmesonde
    Für den Einbau einer Erdwärmesonde wird durch ein Spezial-Tiefbohrunternehmen eine vertikale, säulenförmige Bohrung hergestellt. Je nach den örtlichen geologischen Gegebenheiten und der benötigten Wärmeleistung liegt die erforderliche Bohrtiefe zwischen 30 und 100 Meter. In diese Tiefbohrung wird die Erdwärmesonde eingebracht, die auch als Erdwärmekorb oder „Ökopfahl-Kollektor“ bezeichnet wird. Die Sonde ist als Wärmetauscher mit einer Rohrspirale oder mit einem bis zwei U-Rohren ausgeführt; als Rohrwerkstoff wird meist HDPE-Kunststoffrohr verwendet. Der Wärmetauscher wird von einem Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch (Sole) durchströmt, mit dem die Erdwärme dem Kältemittelkreislauf der Wärmepumpe zugeführt wird.

    Erdwärmesonden stellen eine Lösung für die Nutzung von Geothermie auf kleineren Grundstücken dar, die für die kostengünstigeren Erdwärmekollektoren keine ausreichend große Fläche bieten. Die Erdwärme der oberflächennahen Bodenschichten ist bis ca. 100m Tiefe sowohl gespeicherte Sonnenenergie als auch Energie aus dem Erdinneren. Ab ca. 15m Tiefe ist das Temperaturniveau weitgehend konstant. Die Wärmeentzugsleistung solcher Erdwärmesonden liegt bei 50 bis 70 W/m Sondenlänge.

    ErdwämesondeSondenfuß

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    Erklär mal: E-Bus

    7. Dezember 2009 Loeti Erstellt in Allgemein, Erklär mal..., Haustechnik, Heizung, Spezial Keine Kommentare »

    ist natürlich kein Ersatz-Bus für einen ausgefallenen Linienbus, sondern eine Kommunikations Datenleitung die angeschlossen an Endgeräte  Daten, wie z.B. Temperaturen austauschen kann.

    Das Kommunikationsprotokoll eBUS wurde für Anwendungen in der Heiztechnik konzipiert und von der Firma Dungs eingeführt. Es vereinfacht die Verbindung mehrerer Anlagenbestandteile sowie die Nachrüstung und Erweiterung mit zusätzlichen Komponenten wie regenerativer Energietechnik oder Regelungssystemen.

    eBus Regler 630/2 Bild:Vaillant

    Mit bis zu acht Heizgeräte und fünfzehn Heizkreisen gehört der Vaillant eBus Regler 630/2 zu den Speziallisten unter den Bus-fähigen Reglern. 
    Das produktneutrale Bussystem ermöglicht Flexibilität in der Verbindung der Bestandteile komplexer Heizungsanlagen. Anwendungsmöglichkeiten bieten sich zum Beispiel bei Wärmeerzeuger-Kaskaden, bei der Einbindung regenerativer Energiesysteme wie Solarthermie und Biomasse-Heizsystemen sowie bei der Verbindung mit Regeleinheiten.

    Die Installation von eBUS erfolgt mittels einer zweiadrigen Leitung, die eine verpolungssichere Verdrahtung ohne spezielle elektrotechnische Anforderungen ermöglicht. Einzige Bedingung ist allerdings, dass die angeschlossenen Endgeräte “Busfähig” sind. Die benötigten Spannungen liegen zwischen 9 – 15 (24) Volt DC (Direct Current = Gleichspannung). Hier kann der Anlagenmechaniker auch ohne spezielle Kenntnisse die einzelnen Komponenten untereinander anschließen. Die einzelnen angeschlossenen Geräte dürfen dabei bis zu 18 mA Strom aus dem Netz entnehmen. Die Leitungen dürfen bei einem Mindestquerschnitt von 0,75qmm bis zu 300 Meter lang sein. Darüber hinaus sind durch die Anwendung von eBUS bei der Inbetriebnahme keine Programmierarbeiten erforderlich.

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    Erklär mal: Brennwert

    25. November 2009 TomTank Erstellt in Allgemein, Erklär mal..., Gut zu wissen, Haustechnik, Spezial 1 Kommentar »

    Der Brennwert im Normzustand (Ho,n) ist die Wärmemenge, die bei vollständiger Verbrennung von 1 m³ Gas frei wird, wenn das bei der Verbrennung entstehende Wasser flüssig vorliegt und die Temperatur des Brennstoffes vor der Verbrennung und die Temperatur der entstandenen Produkte nach der Verbrennung den jeweils festgelegten gleichen Wert (25° C) hat. Damit gibt der Brennwert auch die Wärmenergie an, die im Wasserdampf des Abgases enthalten ist. Der Normzustand herrscht bei 0 °C und 1013,25 mbar. Der Brennwert wird auch als oberer Heizwert bezeichnet.

    Der Betriebsbrennwert (Ho,B) bezeichnet den Heizwert des Gases im Betriebszustand. Brennwert und Heizwert werden in kWh/m³ angegeben.

    Brennwert Bildquelle:Wikipedia

    Durch Nutzung des Brennwerteffektes wird erreicht, dass die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärmeenergie zusätzlich für die Wärmegewinnung eingesetzt werden kann. Diese Energie wird durch Kondensation des Abgases gewonnen. Dazu wird im Heizgerät ein zweiter Wärmetauscher integriert, der vom Rücklauf des Heizwasserkreislaufs durchströmt wird und die Abgase unter den Taupunkt abkühlt. Abgase aus Gasfeuerungen müssen dazu auf eine Temperatur unter 56°C, Abgase aus Ölfeuerungen auf unter 47°C abgekühlt werden. Die Kondensation des Wasserdampfs ist der umgekehrte Vorgang des Phasenübergangs vom flüssigen in den gasförmigen Zustand.

    Der Abgasverlust hat einen entscheidenden Einfluss auf den Nutzungsgrad des Wärmeerzeugers. Der Wärmegewinn aus der Abgaskondensation erhöht den Nutzungsgrad um bis zu 11%. Wird der Heizwert mit 100% zugrundegelegt und dieser Wärmegewinn hinzuaddiert, stehen für die Gas-Brennwertnutzung theoretisch 111%, für die Öl-Brennwertnutzung 109% zur Verfügung. Abzüglich der Wärmeverluste des Heizgerätes (Abgasverlust, Oberflächenverlust, nicht nutzbarer Anteil der Kondensationswärme) beträgt die Nutzwärme ca. 104%-106% im Vergleich zu Heizwert-Wärmeerzeugern.

    Brennwert-Heizgeräte eignen sich besonders für Anwendungsbereiche mit niedrigen Systemtemperaturen. Die Temperatur des Heizungs-Rücklaufs soll dazu so tief liegen, dass im Abgaswärmetauscher der Taupunkt unterschritten wird. Im Heizsystem sollte deshalb keine Rücklauftemperaturanhebung vorgesehen werden.

    Siehe auch: Info Klick!

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    Erklär mal: Abgasverlust

    19. November 2009 Loeti Erstellt in Erklär mal..., Gut zu wissen, Haustechnik, Heizung Keine Kommentare »

     schornsteinfeger kreis borken

    Bei einem Heizkessel oder einem Wandheizgerät geht ein Teil der erzeugten Wärme über das Abgas verloren. Dieser Anteil kann nicht für das Heizsystem genutzt werden und wird deshalb als Abgasverlust bezeichnet. Weniger Abgasverlust bedeutet auch einen geringeren Energieverbrauch. Zum Schutz der Umwelt begrenzt die Bundesimmisionsschutzverordnung (BImSchV) die Höhe der von häuslichen Heizungsanlagen verursachten Abgasverluste. Die Messung des Abgasverlustes erfolgt bei der regelmäßigen Kontrollmessung durch den Schornsteinfegermeister. Der Abgasverlust wird als Prozentwert ermittelt.

    Schonsteinfegerinnung Düsseldorf
    Heizkessel mit einer Nennwärmeleistung zwischen 4 und 25 kW dürfen einen maximal zulässigen Abgasverlust von 11% nicht überschreiten (>25 – 50 kW: 10%, über 50 kW: 9%). Niedertemperatur- und Brennwert-Heizgeräte verursachen deutlich geringere Abgasverluste als Standardheizkessel älterer Bauart.

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