Wer hat das Presssytem erfunden?

SBZ Ausgabe: 14-2017

Meilensteine in der Rohrverbindungstechnik

Ende der 1950er-Jahre entwickelte der schwedische Ingenieur Gunnar Larsson den ersten Prototyp eines Pressfittings. 1964 wurde er offiziell patentiert. Wenige Jahre später entdeckte das Stahlunternehmen Mannesmann die Chancen des Fittings und erwarb die Produktrechte. Ein Tochterunternehmen übernahm die Fertigung und den Vertrieb der Pressfittings und etablierte in den Folgejahren ein C-Stahl-System (Mapress) für die Heizung.

Press-Rohrverbindung Bild:Viega

Press-Rohrverbindung Bild:Viega

Die 1980er waren das Jahrzehnt der Innovationen in der Verbindungstechnik. Mit der Entwicklung von Vollkunststoffrohren – und später den Mehrschichtverbundrohren – etablierte sich das Kleben, die Schiebehülsentechnik und das Heizelement-Muffenschweißen. Bis auf das Kleben sind alle Verbindungstechniken noch heute verfügbar.

1985 führte Mapress, was heute zu Geberit gehört, ein Presssystem für den Trinkwasserbereich ein. Fitting und das Rohrsystem sind aus Edelstahl. Mitte der 1990er stellte die Friatec als erster Hersteller die werkzeuglose Steckfittingtechnologie vor.

Uponor präsentierte 1993 den MLCP-Pressfitting für Mehrschichtverbundrohre, Viega 1995 Profipress, das erste Trinkwassersystem für Kupferrohr mit Kupferpressverbinder. Die bestehenden Pressfittingsysteme wurden danach kontinuierlich weiterentwickelt, wie beispielsweise mit Pressfittings mit dem Merkmal „unverpresst undicht“ oder mit dem Pressindikator.

2009 präsentierte Viega Raxofix, ein druckverlustoptimiertes Rohrleitungssystem für Trinkwasserleitungen mit raxialer Presstechnik – ohne elastomeres Dichtelement. 2011 stellte Uponor die RTM-Fittingtechnologie vor. Statt außen über einen Fitting mit der Pressmaschine wird im Fitting mit einem vorgespannten Pressring das Rohr verbunden. Für die schnelle und sichere Verbindung von dickwandigen Stahlrohren führte Viega 2014 Megapress im Markt ein. Mit dieser Pressverbindungstechnik lassen sich dickwandige Stahlrohre bis zu einem gewissen Durchmesser, die ansonsten in aller Regel geschweißt werden, einfacher und ohne Brandgefahr verbinden.

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