• Kurz notiert!

  • Erklär mal: Fremdstromanode

    7. Januar 2010 Loeti Erstellt in Elektro, Erklär mal..., Haustechnik 2 Kommentare »

    Um Speicher-Wassererwärmer mit emailliertem Stahlbehälter vor Korrosion zu schützen, können statt Magnesium-Schutzanoden auch Fremdstrom-Anoden eingesetzt werden. Am Stahlbehälter wird Schwachstrom angelegt, so dass sich an der Behälterwand ein elektrisches Schutzpotenzial aufbaut. Das Prinzip des kathodischen Korrosionsschutzes durch Fremdstrom-Einspeisung hat sich bereits im Rohrleitungsbau bewährt.
    Und ganz wichtig, ein Einhanfen ist nicht zulässig, da hiervon die notwendige elektrische Verbindung zwischen Gewindekopf
    der Anode und Speichermantel beeinträchtigt und der Korrosionsschutz durch die Anode nicht mehr gegeben wäre.

    Fremdstromanode Bild: Fa.Correx
    Fremdstromanoden arbeiten im Gegensatz zu Magnesium-Schutzanoden dauerhaft und wartungsfrei, so dass die Erneuerung der Schutzanode entfällt. Bei einigen Modellen kann über das Display eines Gas-Brennwertkessels oder über ein Internet-Kommunikations-System die Betriebsbereitschaft angezeigt werden. Ansonsten wird die einwandfreie Funktion durch eine Kontrollleuchte angezeigt. Leuchtet die grüne LED, ist Korrosionsschutz durch die Fremdstromanode gewährleistet, leuchtet die rote LED, ist kein Korrosionsschutz durch die Fremdstromanode gewährleistet und es liegt eine Störung vor, welche umgehend zu kontrollieren ist – siehe dazu die Bedienungsanleitung der Fremdstromanode!

    Die Leistungsaufnahme praktisch eingesetzter Fremdstromanoden liegt zwischen zwei und vier Watt; der jährliche Strombedarf liegt somit zwischen 17,5 bis 35 kWh, die bei ca. 20 Eurocent/kWh etwa 3,50 bis 7,- Euro an Stromkosten verursachen.

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    Löschwasser unter Strom

    22. Juli 2009 Loeti Erstellt in Allgemein, Elektro, Gut zu wissen, Haustechnik, Spezial 2 Kommentare »

    Fotovoltaikanlagen, die aus Licht Strom produzieren, behindern im Ernstfall die Feuerwehr. Die Module, die meist auf Dächern installiert sind, lassen sich nicht abschalten – für die Feuerwehrleute ein lebensgefährliches Risiko.

    Die kleinen Kraftwerke stehen nach wie vor hoch im Kurs: Fotovoltaikanlagen. Nicht nur bei privaten Hausbesitzern. Auch Stadt- und Kreisverwaltungen, Kliniken und Kirchen meinen es gut mit der Umwelt und freuen sich zusätzlich über die Vergütung, die es für jede Kilowattstunde Strom, die ins Netz eingespeist wird, gibt. Dafür investieren sie in die Module auf dem Dach, die aus (Sonnen-)Licht Strom produzieren.
    Wenig beliebt sind die Solaranlagen inzwischen bei Feuerwehrleuten: Wenn es brennt, die Flammen lichterloh aus dem Dach schlagen, muss es schnell gehen, um größere Schäden zu verhindern. Eigentlich. Nur: Dabei sind die Module nicht nur im Weg – sie stellen für die Wehrleute auch eine erhebliche Gefahr da.

    Fotovoltaikanlage Bild: Solarserver
    „Künstliche Nacht” ohne Effekt

    Die Anlagen lassen sich nicht abschalten, sondern nur von der Einspeisung trennen. Der Effekt: Die Module produzieren ungehindert weiter Strom. „Selbst bei wenig Licht”. Auch nachts ist das Problem nicht gelöst, die Einsatzstellen müssen ausgeleuchtet werden. Dabei kommen schnell mehrere tausend Watt Licht zusammen. Die Lichtmenge reicht aus, um die Fotovoltaikanlagen an die Arbeit zu bringen: Sie stehen unter Spannung.
    Fehlgeschlagen sind Versuche, eine „künstliche Nacht” zu produzieren. Dabei sollte Löschschaum wie eine dicke, weiße Decke die Module abschirmen. Der Lichteinfall durch den Schaum reichte aber immer noch für die Stromproduktion aus. Und: Die Platten, mit glatter Oberfläche, sind meist schräg angebracht; der Schaum rutschte vielfach ab.
    Baggern statt Löschen
    Der jüngste Fall: Im Landkreis Steinburg (Schleswig-Holstein) meldet ein Anrufer über Notruf einen Feuerschein in der Nacht. Vor Ort stellen die Einsatzkräfte der Feuerwehr fest: Eine Lagerhalle voller Stroh steht lichterloh in Flammen. Auf dem Dach der Halle ist eine Fotovoltaikanlage installiert. Statt sofort zum Schlauch zu greifen und Wasser auf die Flammen zu geben, beschränken sich die Löscharbeiten zunächst darauf, ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Waldstück zu verhindern. Nach einer Fachberatung per Telefon durch eine Sicherheitsbeauftragte der Kreisfeuerwehr entscheidet die Einsatzleitung: Keine direkten Löscharbeiten, bis das Gebäude durch einen Bagger eingerissen ist.
    Abstand halten, den Wasserstrahl „zu einem Tropfennebel verwirbeln”, um die Leitfähigkeit zu unterbrechen: Das ist aktuell die Maxime für die Wehrleute.
    Löschwasser unter Spannung
    Gefahren gehen aber nicht nur unmittelbar von der Anlage auf dem Dach und der Leitung zum Gleichrichter im Keller aus, durch das bis zu 1.000 Volt Gleichstrom fließen. Löschwasser, das im und aus dem Haus fließt, kann unter Spannung stehen, den Helfern droht ein Stromschlag. Muss das Dach abgedeckt werden, weil sich gefährliche, aufgeheizte Brandgase sammeln, muss das Werkzeug isoliert sein.
    Um Schadensbegrenzung ist derweil der Landesfeuerwehrverband NRW bemüht: In einem Arbeitskreis sitzen Feuerwehrangehörige und Vertreter der Provinzial-Versicherungen Westfalen und Rheinland zusammen, um Empfehlungen für Einsatzkräfte im Umgang mit den Anlagen zusammenzustellen. Damit soll sowohl das Risiko für die Helfer, durch einen Stromschlag verletzt zu werden, verringert, als auch der Einsatzablauf verbessert werden.

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    Leitungen in der Elektrotechnik – Immer richtig auf Draht

    16. Juni 2009 monteur Erstellt in Allgemein, Elektro, Haustechnik, Spezial Keine Kommentare »

    Normalerweise hat der Anlagenmechaniker mit Rohren zu tun. Aber so dann und wann gilt es, auch mal an den elektrotechnischen Anlagen Hand anlegen zu müssen. Müssen beispielsweise Heizkessel oder Heiztherme erneuert werden, sind meistens auch Änderungen an der Elektroanlage erforderlich. Also, her mit der Strippe und munter drauf los verdrahtet? Auf keinen Fall! Denn genauso, wie Rohr nicht gleich Rohr ist, gibt’s auch bei den Elektro­kabeln feine Unterschiede. Nach welchen Kriterien eine E-Leitung ausgesucht wird und woran man „die Richtige Strippe“ erkennt, könnt ihr hier Lesen.
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    Zum Berufsbild des Anlagenmechanikers gehört es auch, sich mit Elektroanlagen auszukennen Bild: ZVSHK
    . Den kompletten Beitrag lesen »

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    Schnelle Drehrichtungskontrolle und Funktionscheck von Umwälzpumpen

    6. März 2009 TomTank Erstellt in Allgemein, Elektro, Gut zu wissen, Heizung, News, Produkte 8 Kommentare »

    Mit dem „Wilo-DKG-II“ und dem „Wilo-Drehrichtungsindikator“ hat der Dortmunder Pumpenspezialist WILO SE sein Zubehörsortiment um zwei praxisgerechte Hilfsmittel erweitert. Mit ihnen kann der Fachhandwerker schnell und effektiv eine Funktions- und Drehrichtungskontrolle vornehmen, ohne das Pumpengehäuse zu öffnen. Die Überprüfung der Drehrichtung an einer laufenden Pumpe kann übermäßigem Stromverbrauch, lauten Betriebsgeräuschen oder ungenügender Förderleistung vorbeugen.WILO_Drehrichtungsindikator.jpg Mit dem „Wilo-Drehrichtungsindikator“ kann eine schnelle Funktions- und Drehrichtungskontrolle an Pumpenmotoren vorgenommen werden. Hierzu wird er mittig vor den Motor gehalten. Läuft die Pumpe, beginnt auch die rot/weiße Scheibe des Testers in gleicher Drehrichtung wie der Motor zu rotieren.

    Neben der Drehrichtungskontrolle lassen sich mit dem „Wilo-DKG-II“ Den kompletten Beitrag lesen »

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    Elektriker Horst…

    23. Februar 2009 Loeti Erstellt in Elektro, Fun vom Fach, Moin Leute! Keine Kommentare »

    ist quasi der legitime Nachfolger vom Staplerfahrer Klaus. Aber Achtung: Die Filme sind nichts für schwache Nerven, also wer bei Scary Movie schon wegen der wahnsinnigen Spannung nicht mehr Atmen kann, der sollte die hier nicht schauen.
    Ist genau der richtige Blog-Beitrag zum Rosenmotag:-).

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    Strom und Wärme selbst gemacht

    6. Januar 2009 monteur Erstellt in Allgemein, Elektro, Haustechnik, Heizung, Spezial Keine Kommentare »

    Energieerzeugung mit Brennstoffzellen

    Die Klimaveränderung ist ein herausragendes Problem unserer Zeit. Insbesondere der durch den Menschen verursachte Klimawandel stellt uns vor große Probleme. Die nach wie vor zunehmende Luftverschmutzung, unter anderem durch Verbrennungsprodukte, führt zu einer Erwärmung der mittleren Erdoberflächentemperatur. Die Folgen sind große Trockenheitsperioden und die Zunahme von tropischen Stürmen. Es wird also höchste Zeit, sich um umweltfreundliche Wärme- und Stromerzeugungsverfahren zu bemühen. Einen möglichen Weg eröffnet die Brennstoffzelle.

    Bei der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim wurde eine Brennstoffzellenanlage versuchsweise installiert

    Was ist eine Brennstoffzelle?
    Ein weiteres (und sehr schlagfertiges Argument) für diese Technik liegt in den Preisen für Öl und Gas. Sie machen deutlich, dass diese Ressourcen nur noch für eine begrenzte Zeit in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen. Um die vorhandenen Energieträger optimal zu nutzen, werden immense Anstrengungen unternommen, die Wärmeerzeuger effektiver zu gestalten. Den kompletten Beitrag lesen »

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    Spannung, Phase und Frequenz

    28. Oktober 2008 monteur Erstellt in Allgemein, Elektro, Haustechnik Keine Kommentare »

    Die Stromnetze der Elektrotechnik

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    Strom ist etwas Alltägliches – auf alle Fälle dann, wenn es sich um den elektrischen Strom handelt. Man kann diese Energie aus dem täglichen Leben nicht mehr wegdenken: Morgens weckt uns der strombetriebene Radiowecker sanft aus dem Schlaf. Die Kaffeemaschine benötigt zur Produktion des Wachmachers ebenfalls den Saft aus der Leitung. Die Heizung macht nur das, was ihr die Regelung sagt – ohne elektrische Spannung herrscht hier Funkstille – und damit auch Kälte in den eigenen vier Wänden. Ganz zu schweigen von der Baustelle: Hier würde sich ohne Strom nun gar nichts tun. Schön, dass er da ist – nur: wo kommt er her?
    Im Hausanschlusskasten erfolgt die Aufteilung in mehrere Stromkreise mit eigenen Sicherungen (Bild: BiBB)

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    Der Strom aus der Drehung

    Wer sich abends auf sein Fahrrad schwingt, der wird es nicht versäumen, durch anlegen des Dynamos an das Rad für verkehrssicherndes Licht zu sorgen. Hier wird eine Drehbewegung zu elektrischem Strom. Das passiert auch in einem Kraftwerk. Durch Dampf oder durch Wasserkraft wird eine Turbine in Wallung gebracht, die Leben in einen Drehstromgenerator einhaucht. Ein Drehstromgenerator besteht im einfachsten Fall aus einem ringförmigen Ständer mit drei Wicklungsspulen, die man sich als Ecken eines gleichseitigen Dreiecks vorstellen kann. Den kompletten Beitrag lesen »

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    Erklär mal: Photovoltaik

    6. Oktober 2008 Loeti Erstellt in Elektro, Erklär mal..., Haustechnik, Spezial Keine Kommentare »

    Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie. Seit 1958 ist wird diese Form der Energieversorgung bei den meisten Raumflugkörper eingesetzt. Mittlerweile findet diese Form der kostenlosen Energienutzung auch auf der Erde immer mehr Anhänger und Anwendungen.
    So findet man diese Strom produzierenden Kristalle auf Dachflächen, Parkscheinautomaten und in nützlichen Helfern wie dem Taschenrechner.
    Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photos – das griechische Wort für Licht – und Volta – nach Alessandro Volta, einem italienischen Pionier der Elektrotechnik – zusammen.

    Die hauchdünnen Solarzellen haben eine Größe zwischen 10 und 15cm2 und bestehen vorrangig aus Silizium, einem Element, dass in der Natur neben Sauerstoff das zweit häufigste ist. Strahlt die Sonne auf die Solarzellen, baut sich zwischen der Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Je nach Zell-Typ bis 0,7 V, also bis 34V bei einem 48-zelligen Modul.

    Die überwiegende Zahl der heute gebauten Solarzellen wird aus dem Element Silizium produziert. Silizium ist das Grundmaterial der Computertechnik und von Solarzellen schlechthin. Es kommt in der Natur in Form von Siliziumoxid in nahezu unbegrenztem Ausmaß vor (Sand). Vor seiner Verwendung muss es in einem aufwendigen chemischen Prozess zu hochreinem Silizium gewandelt werden, d.h. entsprechend aufbereitet werden. Man unterscheidet n-Silizium und p-Silizium. Bei der Herstellung von Brennwertgeräten wird von einigen Herstellern eine Legierung aus einem Aluminium-Silizium als wenig korrosionsanfälliger Kesselwerkstoff eingesetzt. Dieses Element kommt als Siliziumdioxid (Sand, Steine) in großer Menge in der Erdkruste vor. Neben Silizium werden noch andere viel versprechende Materialien für Solarzellen erprobt. Sie besitzen zurzeit jedoch noch keine nennenswerte praktische Bedeutung.

    Handelsübliche, monokristalline-Silizium Solarzellen erreichen aktuell einen Wirkungsgrad von bis zu 16% (Quelle: Sharp), d.h. ein Quadratmeter kann bis zu 160 Wp Leistung bringen. Mehrere Module zusammen ergeben einen Solar-Generator. Diese Energie kann mit einem Wechselrichter in “normalen” Wechselstrom umgewandelt, in Solarakkus gespeichert oder direkt (z.B. bei Solarpumpen) genutzt werden. Den kompletten Beitrag lesen »

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    Spannung mit Kabel und Stecker

    30. September 2008 monteur Erstellt in Allgemein, Elektro, Haustechnik, Spezial Keine Kommentare »

    Anschlüsse in der Elektrotechnik

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    Wozu Atomkraftwerke? Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose! Wer kennt diesen Spruch nicht – klar, dass das ein wenig kurzsichtig gedacht ist. In diesem Beitrag soll aber die Zapfstelle für Strom der Ausgangspunkt sein. Ohne sie und ohne Kabel und Stecker kommt so manche Bohrmaschine nicht in Wallung oder die Kellerecken bleiben dunkel. Wer für die flexible Stromversorgung auf seiner Baustelle mal ein Verlängerungsleitung herstellen muss, der sollte sich mit dem Innenleben der Steckdose gut auskennen.

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    Ein alltäglicher Anblick - und doch steckt buchstäblich viel dahinter: die Schukosteckdose

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    Kontakt mit Schutz

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    Die bundesdeutsche Normalsteckdose ist die Schukosteckdose. „Schuko“ ist die Abkürzung von Schutzkontakt. Ihr Inneres, und teilweise auch ihr Aussehen, sind in der Richtlinie VDE 0100 [1] festgelegt. Um nachzusehen, wie die Schukosteckdose oben ohne  aussieht, löst man die Befestigungsschraube und entfernt die Isolierabdeckung vorsichtig. Darunter geht es bunt zu. Den kompletten Beitrag lesen »

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    Erklär mal: Was darf eine Fachkraft für festgelegte Tätigkeiten?

    22. September 2008 TomTank Erstellt in Allgemein, Elektro, Gut zu wissen 1 Kommentar »

    Arbeiten von Elektrofachkräften für festgelegte Tätigkeiten im SHK-Handwerk sind auf solche beschränkt, die in engem Zusammenhang mit der eigentlichen handwerklichen Tätigkeit stehen.

    Das heißt, es dürfen nur solche Tätigkeiten ausgeübt werden die im engen wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Haupttätigkeit liegen. Dabei müssen diese Tätigkeiten wirtschaftlich betrachtet einen geringeren Arbeitumfang ergeben. Beispiel: Kostet die Montage einer Heizkessel Anlage z.B. 5000.-€, so darf die Erweiterung der elektrischen Anlage nicht teurer sein.    

    Elektrofachkräfte  für festgelegte Tätigkeiten dürfen in Stromflussrichtung gesehen erst nach der Schnittstelle zwischen der ortsfesten elektrischen Anlage und dem anzuschließenden Betriebsmittel tätig werden. An der Unterverteilung oder im Anschlusskasten des EVU’s darf nicht geschraubt werden.

    Lediglich das fachgerechte Verbinden von elektrischen Betriebsmitteln  mit der Verbraucheranlage oder das Abtrennen elektrischer Betriebsmittel von der Verbraucheranlage sind zulässig.

    Typische Arbeiten von Elektrofachkräfte für festgelegte Tätigkeiten können Arbeiten, z.B. von Kundendienst- oder Servicetechnikern sein, die Bauteile/-Gruppen austauschen, oder elektrische Geräte bzw. die elektrische Ausrüstung von Baugruppen, über vorhandene Klemmen anschließen.

    Messung des Schutzleiterwiderstandes.png

    Konkret bedeutet das, das diese Tätigkeiten nur Ausführen darf, wer eine Weiterbildungsmaßnahme zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten-SHK erfolgreich bestand, oder wer seine 3,5 jährigen Ausbildung als Anlagenmechaniker-SHK  bestanden hat.

    Zudem muss der Unternehmer seine Gesellen die mit Elektrotechnischen Arbeiten betraut werden, eine schriftliche Arbeitsanweisung erteilen. In dieser Arbeitsanweisung sind die Tätigkeiten aufzulisten welche ausgeführt werden dürfen.

     

    Beispiel eines wiederkehrenden Arbeitauftrages für Herrn Müller, Carsten:

    • Der oben genannte Mitarbeiter ist berechtigt Kesselanlagen an das vorhandene Elektroversorgungsnetz anzuschließen. 
    • Pumpenanlagen zur Förderung verschiedener Medien … anzuschließen
    • etc.

     

    Der Unternehmer hat in jedem Fall zu Prüfen, ob seine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten in der Ausbildung die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse besitzt und praktisch anwenden kann.

    Arbeiten an Elektrischen Anlagen dürfen nur mit entsprechendem Werkzeug ausgeführt werden. Die elektrische Sicherheit muss nach Abschluss der Arbeiten mit einem zugelassenen, VDE geprüften Gerät erfolgen. Die Prüfprotokolle sind unbedingt aufzubewahren. Es empfiehlt sich das ein Prüfprotokoll bei dem arbeitsausführendem Monteur verbleibt.

    Ferner muss der Unternehmer dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter durch Schulungen etc. mit den UVV vertraut sind und an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

    Habt ihr Fragen zur E-Fachkraft, dann klickt in das Kontaktfeld!

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