9. Februar 2010

Verflixt kniffelige Angelegenheit

Geschrieben von: monteur in Haustechnik, Gut zu wissen, Produkte, Sanitär | Keine Kommentare »

Warum Rohr- und Systemtrenner in Trinkwasseranlagen?
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Werden Wasseranschlüsse in Apotheken oder Wäschereien angebracht, ist eine ausreichende Absicherung angesagt. Rohr- und Systemtrenner sind hier nötig, gehören aber nicht zum Alltag des Anlagenmechanikers. Deshalb gibt’s hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Honeywell-Schulungsleiter Peter Schott

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Rede und Antwort stand der SBZ Monteur-Redaktion dabei Honeywell-Schulungsleiter Peter Schott. Für ihn ist der Umgang mit Rohrtrennern und Systemtrennern tägliches Brot. Er kennt sich mit den Einsatzmöglichkeiten aus und weiß aus seiner Schulungs- und Beratungserfahrung, wo in der Praxis der Schuh drückt.

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SBZ Monteur: Herr Schott, in Apotheken und in Wäschereien wird naturgemäß mit Chemie gearbeitet. Welche Anforderung an die Wasseranschlüsse lässt sich daraus ableiten?
Schott: Grundsätzlich muss an jeder Installation sichergestellt sein, dass Trinkwasser, das einmal die Leitung verlassen hat, nicht mehr in diese zurückgelangen darf. Je gefährlicher ein solches Rückfließen, Rücksaugen oder Rückdrücken wäre, desto zuverlässiger muss die Absicherung erfolgen. Ist Chemie im Spiel, ordnet man dieses Wasser der Flüssigkeitskategorie IV zu. Und nach DIN EN 1717 ist als Sicherungsarmatur mindestens ein Rohrtrenner oder ein Systemtrenner nötig. Häufig befindet sich die Apotheke oder die Wäscherei in einem Ladenlokal eines Mehrfamilien-Wohnhauses. Und da muss ja auf alle Fälle verhindert werden, dass der Apotheker ungewollt alle Mieter über die Wasserleitung mit Medizin versorgt.

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8. Februar 2010

Das nervt: Design und Co.

Geschrieben von: TomTank in Das nervt, Moin Leute! | 1 Kommentar »

Wenn sich Design und Funktionalität ausschließen dann kann das einen ganz schön gewaltig nerven. Ein Beispiel: Designte Bad-Armaturen! Früher da war alles gut, links warm und rechts kaltes Wasser. Und heute, werden filligrane Bedienhebel, Knöpfe oder dünne chromblitzende Stifte verbaut. Mit seifigen Fingen lassen sich diese Bauteile gar nicht mehr bewegen. Aber bis dahin ist es erst einmal ein langer Weg, denn bevor die Armatur das Nass preisgibt hat man schon mal Mordgelüste, oder ist der schieren Verzweiflung nahe und geht, ohne sich die Hände zu waschen.

Design oder Funktion Bild: www.handelshausprieser.de

Ich möchte nicht wissen wieviel Quadratmeter verbrühter oder gefrosteter Haut auf das Konto von Armatur-Designer geht. Liebe Designer, es kann doch nicht sein, dass man um Wasser fließen zu lassen sich erst einmal in die Bedienung einer Armatur einlesen muss. Man muss nämlich nicht immer das Rad neu erfinden oder glaubt ihr, dass an einem Ei designtechnisch gesehen, noch Nachbesserungsbedarf besteht. Glaubt mir, gerade das Simple und Selbsterklärende macht den Unterschied in den technischen Produkten aus. Ich habe nichts gegen einen schön designten Waschtisch einzuwenden, eine Ausnahme: Wenn er von Colani aus den siebziger Jahren kommt!


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5. Februar 2010

SBZ Monteur Heft 02-2010

Geschrieben von: monteur in Filme vom Fach | Keine Kommentare »

Lehrfilm zum Heft 02/2010:
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Wer in Sachen Abscheidertechnik ein wenig mehr ins Detail gehen möchte, kann sich diese Filme ansehen:

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Fettabscheider

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Leichtflüssigkeitsabscheider

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SBZ

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5. Februar 2010

Eine Lanze für die schwarze Zunft!

Geschrieben von: Heizer in Haustechnik, Gut zu wissen, Heizung, Allgemein | Keine Kommentare »

Hallo liebe SBZ-Monteur Gemeinde,

ja ja die Schornis haben es schon schwer in letzter Zeit. Zum einen werden immer mehr Brennwert und Wärmepumpenanlagen verbaut und zum anderen gibt es kaum noch so richtig etwas zu tun. Was war das doch schön als die Schlote noch qualmten und jeder der mit Kohle heizte, war doch ein potentieller CO-Toter. Da konnte man doch noch so richtig mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend laufen und jeder hatte Verständnis für den schwarzen Man der auf dem Dach herumturnte.

Und heute sind uns die “Man in Black” ein Dorn im Auge, die Überprüfungen sind viel zu teuer und auch technisch überhaupt nicht sinnvoll so hört und liest man. Na, so ganz richtig ist das man alles nicht. In vielen unseren europäischen Nachbarländern wird noch nicht einmal mehr von Menschen berichtet die qualvoll den CO-Tod gestorben sind, weil es fast täglich vorkommt. Man kann dabei schon ziemlich zynische werden und behaupten das, dass halt bereits “Normal” ist. Vielfach schützt uns hier ein ausgeglügeltes Sicherheitstskonzept vor der drohenden CO-Vergiftung, aber auch dieses gehört überprüft.

Abgasverlust-Messung

Doch jetzt möchte ich, erst einmal ein wenig Licht in den deutschen Verordnungs-Dschungel bringen. Zum einen müssen wir unterscheiden zwischen der Überprüfungsfrist nach der Bundes- Kehr- und Überprüfungsverordnung und zum anderen nach der Abgasverlustmessung nach dem 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung, kurz 1. Bimsch.V genannt.

Diese Überprüfungsfristen gelten für flüssige Brennstoffe:

Nach der Bundes-KÜO wird eine mit Heizö EL befeuerte Anlage die nach § 15 1. BImSchV wiederkehrend zu überwachend ist einmal im Kalenderjahr der CO-Gehalt kontrolliert.
Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen mit Verbrennungsmotoren, ortsfeste Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellenheizgeräte werden einmal pro Kalenderjahr auf zu hohen CO-Gehalt kontrolliert.
Anlagen zur ausschließlichen Verbrennung von schwefelarmem Heizöl nach DIN 51603, sofern es sich um eine raumluftabhängige
Brennnwertfeuerstätte an einer Abgasanlage für Überdruck oder eine raumluftunabhängige Feuerstätte handelt werden im zweijahres Rhythmus kontrolliert.
Anlagen mit selbstkalibrierender kontinuierlicher Regelung des Verbrennungsprozesses werden alle drei Jahre kontrolliert.

Diese Überprüfungsfristen gelten für gasförmige Brennstoffe:

Eine raumluftabhängige Feuerstätte bekommt jährlich Besuch vom Schorni, weil hier bei eventuellen Abgasautritt die giftigen Abgase in den Aufstellraum gelangen können.

Die raumluftunabhängige und raumluftabhängige Brennwertfeuerstätte an einer Abgasanlage für
Überdruck wird nur alle zwei Jahre kontrolliert.
Und auch das Blockheizkraftwerk, die Gas-Wärmepumpe, der ortsfeste Verbrennungsmotor, sowie das Brennstoffzellenheizgerät werden im -zweijahres Rhythmus überprüft.
Eine Ausnahme bilden auch hier, die Anlagen mit einer selbstkalibrierenden kontinuierlichen Regelung des Verbrennungsprozesses ausgerüstet sind. Hier gilt wieder das dreijährige Intervall.
Ziel dieser Überprüfung ist es, den CO-Max Wert von 1000ppm im unverdünnten Abgas nicht zu überschreiten. Bei dieser Überprüfung lässt sich auch feststellen ob das Heizgerät einer Wartung (Reinigung des Wärmetauschers und Brenners) unterzogen werden muss. Hier spricht der Schorni gegenüber unseren Kunden eine Wartungsempfehlung bei 250ppm aus. Schließlich kann auch ein zu hoher CO-Wert auf eine schlechte Genmischaufbereitung hinweisen, da muss dann sowieso der SHK-Spezialist dran. Also das kann doch lukrative Arbeit bedeuten, oder?
Die Bundes-KÜO regelt also die Überprüfung des sicherheitsrelevanten CO-Gehalts in den Abgasen. Diese wichtige Überprüfung muss mit einem geeichten Messgerät durchgeführt werden. Der Schornsteinfeger ist verpflichtet seine elektronischen Messgeräte halbjährlich überprüfen zu lassen. Und seien wir doch mal ehrlich, wir sind doch froh wenn unser Messgerät nur alle zwei Jahre nach einem Service verlangt und das auch nur, weil die Messzellen defekt sind. Zu dem muss an Brennwertanlagen durch eine Ringspaltmessung sichergestellt werden, dass das abgasführende Konzentrische Rohr auch dicht ist. Selbstverständlich prüft das auch jeder verantwortungsvolle Monteur nach einer Wartung um die Betriebssicherheit garantieren zu können.

Anderes Thema, jetzt zur 1.BImSch.V. Die Messungen nach der BImSch.V werden durchgeführt um an Heizwertgeräten den Abgasverlust zu bestimmen. Hier sind wiederkehrende Messungen aber nur an Anlagen auszuführen die eine Nennwärmeleistung im Heizungsbetrieb von größer 11KW haben. D.H., da Brennwertgeräte aufgrund der niedrigen Abgastemperaturen keinen Abgasverlust aufweisen, werden diese auch nicht vom Schorni gemessen. Siehe dazu auch 1.BImSch.V §15 und den Querverweis auf §14.
Folgende Grenzwerte müssen eingehalten werden:

Abgasverluste.png

Eins ist doch auch hier ziemlich sicher. Wenn der Schorni einen alten Kessel aus der “guten alten Zeit” kaputt schreibt, dann sind unsere Kunden eher geneigt dem Schorni glauben zu schenken und wir wechseln den Kessel und nicht der Schorni. Hier ist mit dem Schornsteinfeger eine offene Kommunikation zu pflegen. Machen wir uns den Schornsteinfeger zum Verbündeten im Kampf gegen den Schrott der in deutschen Kellern steht. Also ich kann nur sagen, dass mir durch den Schornsteinfeger noch kein finanzieller Schaden entstanden ist.

Hier zum Download:

1.BImSch.V Entwurf

Bundes-KÜO


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4. Februar 2010

Schlechte Verkaufszahlen in 2009 für Wärmepumpen und Co.

Geschrieben von: Redaktion in Haustechnik, Gut zu wissen, News, Allgemein | Keine Kommentare »

Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) hat auf seiner Bilanzpressekonferenz im Rahmen der 3. Deutschen Wärmekonferenz in Berlin die aktuellen Marktdaten für 2009 vorgestellt. Insgesamt hat sich der Heizungsmarkt in Deutschland mit plus drei Prozent leicht positiv entwickelt. Bei den einzelnen Heiztechniken gab es allerdings große Unterschiede.
Gewinner waren Effizienztechniken wie Gas- und Öl-Brennwerttechnik sowie Lüftungsanlagen. Verlierer waren Systeme, die erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung nutzen.

„Nach einem guten ersten Halbjahr ist die Nachfrage nach erneuerbaren Energien im zweiten Halbjahr massiv eingebrochen. Ordnungsrecht und Förderanreize müssen jetzt so optimiert werden, dass wir an die bis Mitte 2009 positive Entwicklung anknüpfen können“, kommentierte BDH-Präsident Klaus Jesse.

Markt_WE_1999-2009.png Bild: BDH

In einer gemeinsamen Resolution haben BDH und der Bundesverband für Erneuerbare Energien (BEE) ein Maßnahmenpaket formuliert, das die Entwicklung in eine positive Richtung lenken soll. „Um das Modernisierungstempo zu beschleunigen, fordern wir weniger Ordnungsrecht, eine aufgestockte Förderung und Steuerabschreibungsmöglichkeiten“, fasst Jesse die gemeinsame Resolution zusammen. Große Erwartungen hegt der BDH hinsichtlich des für den Herbst von der Bundesregierung angekündigten Energiekonzepts. Der Wärmemarkt müsse endlich eine seiner Bedeutung angemessene Rolle spielen.
Für Systeme, die erneuerbare Energien nutzen, war das Jahr 2009 ein Rückschlag: Die Absatzzahlen für Systeme, die Sonne, Umweltwärme oder Holz zur Wärmeerzeugung einsetzen, lagen gegenüber 2008 im zweistelligen Minusbereich. „Das schwache zweite Halbjahr führte bei Wärmepumpen insgesamt zu einem Absatzminus von zwölf, bei Solarwärmeanlagen und Feststoffkesseln sogar zu einem Minus von 26 bzw. 25 Prozent“, führte Jesse aus. Der BDH führt diesen Rückgang auf den starken Boom bei Photovoltaik und auf gegenüber 2008 deutlich niedrigere Energiepreise zurück.
Gegenläufig verlief die Entwicklung bei Brennwerttechnik: Hier wuchs die Nachfrage stark. Brennwerttechnik hat sich inzwischen mit einem Marktanteil von 60 Prozent durchgesetzt und den herkömmlichen Niedertemperaturkessel abgelöst. Rasant auch die Steigerungen
beim Absatz von Lüftungsanlagen, die allein im letzten Jahr ein Absatzplus von 29 Prozent verzeichneten.

Zum Download als PDF:

Foliensatz zum Markt 2009

Resolution BDH und BEE


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3. Februar 2010

KfW-Mittel für Gebäudesanierung fließen wieder!

Geschrieben von: Loeti in Haustechnik, Heizung, News, Allgemein | Keine Kommentare »

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat am 27.01.2010 dem Vorschlag von Bundesbauminister Peter Ramsauer zugestimmt, im Vorgriff auf den Haushalt 2010 die Programme zur CO2-Gebäudesanierung weiter zu bedienen. Damit kann die KfW Anträge auf zinsverbilligte Kredite und Zuschüsse für energieeffizientes Bauen und Sanieren bewilligen - obwohl der Haushalt 2010 noch nicht in Kraft getreten ist.

Bundesbauminister Peter Ramsauer dazu: Wir konnten den Januar durch Umschichtung von Mitteln überbrücken. Mir war wichtig, dass keiner im Regen stehen bleibt. Jetzt hat der Haushaltsausschuss Klarheit geschaffen. Für umweltbewusste Häuslebauer und Sanierer sind das gute Nachrichten. Übrigens auch für unsere Wirtschaft und für das Klima.”

Damit können die Anträge zum energieeffizienten Bauen und Sanieren auch vor Abschluss der Haushaltsverhandlungen durch die KfW bewilligt werden.

Ramsauer weiter: Wir haben im Entwurf des Bundeshaushaltes 2010 für die Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren rund 1,1 Milliarden Euro eingestellt. Seit dem Neustart des Programms im Jahre 2006 konnten mehr als 1,4 Millionen Wohnungen energiesparend gebaut oder saniert sowie mehr als 630 kommunale Einrichtungen wie Schulen und KITAS saniert werden. Durch die Maßnahmen werden jedes Jahr rund vier Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart. Mit dem Programm leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag, um die Klimaschutzziele zu erreichen.”

Finden Sie heraus wie groß ihr Einsparpotenzial ist. Die verschiedensten Modernisierungsmaßnahmen lassen sich mit Hilfe eines einfach zu bedienenden Tools ausprobieren. Dazu einfach hier Klicken!


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2. Februar 2010

Zufrieden trotz Terminabsage

Geschrieben von: monteur in Gut gemacht, Knigge, Gut zu wissen | Keine Kommentare »

Den Kunden richtig ansprechen - der Ton macht die Musik

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Kundendienst ist eine unberechenbare Angelegenheit. Es muss nur eine Arbeit länger dauern – schon gerät der ganze Terminplan ins wanken. Wartende Kunden sind allerdings sauer. Also sollte man sich bei ihnen rechtzeitig melden, wenn man nicht pünktlich erscheinen kann. Im Handyzeitalter kein Problem – oder doch?

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Den Kunden richtig ansprechen - der Ton macht die Musik

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Der Haken an der Sache ist, dass es nicht damit getan ist, ein Handy in der Tasche zu haben. Man muss auch damit umgehen können. Und damit ist nicht gemeint, dass man weiß, wie man Filmchen und neue Klingeltöne aufspielt oder die Kamera bedient. Hier geht es darum, zu telefonieren – aber richtig. Den Rest dieses Beitrags lesen »


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1. Februar 2010

Wärmebilder müssen mehr als nur Blickfang sein

Geschrieben von: Redaktion in Haustechnik, News, Allgemein | Keine Kommentare »

Fakt ist:

• Billigangebote für Infrarotaufnahmen der Fassade wiegen Hausbesitzer in falscher Sicherheit
• Messergebnisse schneller Thermobilder reichen nicht als Sanierungsgrundlage
• Effiziente Energiesparmaßnahmen sind erst nach gründlicher Analyse möglich

Ein unschlagbares Angebot, dem viele kosten- und energieorientierte Hauseigentümer nicht widerstehen können: Städte, Kommunen, Energieversorgungsunternehmen, Baumärkte und Banken bieten für wenig Geld bis zu vier Thermoaufnahmen von der Außenfassade des eigenen Hauses. Die farbigen Thermografien zeigen plakativ die Wärmebrücken im Gebäude und verdeutlichen den Sanierungsbedarf – so wird suggeriert. Bauherren-Schutzbund und Bundesverband für Angewandte Thermografie warnen, sich auf diese Aussagen zu verlassen: Solche schnell erstellten Außenaufnahmen können zwar erste Informationen über den energetischen Zustand eines Gebäudes bieten. Jedoch ist das gesamte Haus damit weder auf Wärmebrücken untersucht noch sind seine thermischen Schwachstellen aufgedeckt.

Nur orientierende Messung

“Die praktizierte Außenthermografie ist nur eine orientierende Messung, die zur Beurteilung des Wärmeschutzes an Gebäuden allein nicht ausreicht”, konstatiert Dipl.-Ing. Sönke Krüll vom Bundesverband für Angewandte Thermografie mit Sitz in Tabarz. “Die meisten Dachflächen, vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Schimmelschäden in Außenecken können so nicht untersucht werden. Nur durch Kombination von Innen- und Außenthermografie, verbunden mit der Kontrolle messtechnisch relevanter Rahmenbedingungen, sind nahezu alle Baumängel quantitativ zu erfassen.” Seriöse Anbieter würden in Beratungen darauf aufmerksam machen. Dennoch, so Krüll, müssten die meisten Thermografieaktionen als bedenklich eingestuft werden. Sie geschähen schnell und leider oft ohne auf die Witterung Rücksicht zu nehmen. Nur so sei ein Preis von unter 100 Euro für ein Einfamilienhaus zu realisieren. “Eine gründliche thermografische Untersuchung jedoch kann nur bei Temperaturunterschieden von 15 Grad zwischen Außen- und Innentemperatur, erst 12 Stunden nach Sonneneinstrahlung und ohne Windeinfluss erfolgen”, erläutert Krüll. “Die Auswertung umfasst mehrere Stunden.” Verbraucher würden in den überwiegenden Fällen nicht umfassend oder sogar falsch informiert.

FussbodenIR.jpg

Mit Hilfe der Thermografie können verdeckt liegende Heizungs- und Versorgungsleitungen lokalisiert und Rohrbrüche geortet werden. Es lassen sich Durchfeuchtungen nachweisen, die zu einer Gefährdung der Bausubstanz führen. Festlegung von Kernbohrungen in Böden mit Fußbodenheizung zur Einleitung von Trocknungsmaßnahmen stellt ein weiteres Anwendungsbeispiel dar. Den Rest dieses Beitrags lesen »


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29. Januar 2010

Schwefelarmes Heizöl lässt Schornsteinfeger nur alle zwei Jahre ran

Geschrieben von: Redaktion in Haustechnik, Gut zu wissen, Heizung, News, Allgemein | 1 Kommentar »

Wer eine moderne Öl-Brennwertheizung mit schwefelarmem Heizöl betreibt, bekommt zukünftig seltener Besuch vom Schornsteinfeger: Die Überprüfung und Reinigung der Abgaswege erfolgt dann nur noch alle zwei Jahre. So regelt es die seit 1. Januar 2010 geltende Kehr- und Überprüfungsordnung (Bundes-KÜO), die erstmals bundeseinheitlich die Aufgabengebiete des Schornsteinfegerhandwerks zum Brandschutz und zur Betriebssicherheit von Heizungsanlagen zusammenfasst. Die bisher unterschiedlichen Landesverordnungen haben damit ihre Gültigkeit verloren.

Mit dem verlängerten Prüfzyklus berücksichtigt der Gesetzgeber die saubere und umweltschonende Verbrennung von Heizöl EL schwefelarm. Der auf zwei Jahre verlängerte Turnus für das Kehren des Schornsteins gilt deshalb auch für Öl-Standard- und Öl-Niedertemperaturheizkessel, sofern sie raumluftunabhängig arbeiten und mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden. Raumluftunabhängig arbeitet ein Heizkessel, wenn die Verbrennungsluft über eine separate Leitung direkt aus dem Freien zugeführt wird.

Schornsteinfeger.gif Der Schornsteinfeger kommt künftig seltener ins Haus: Messungen der Emissions- und Abgasverluste nach der 1. BImSchV erfolgen bei jüngeren Ölheizungen nur noch alle drei Jahre, bei älteren im Zwei-Jahres-Rhythmus. Und die Abgasleitungen moderner Öl-Brennwertgeräte, die mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden, müssen nur alle zwei Jahre überprüft und gereinigt werden.  Foto: IWO

Unverändert gilt eine einjährige Kehr- und Prüfpflicht für alle raumluftabhängig arbeitenden Ölheizanlagen, auch wenn sie mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden. Öl-Brennwertgeräte sowie raumluftunabhängig arbeitende Ölheizkessel, die mit Standardheizöl betrieben werden, müssen ebenfalls einmal jährlich vom Schornsteinfeger geprüft werden.

Für die regelmäßigen Messungen der Emissionen und Abgasverluste durch den Schornsteinfeger gelten mit dem zum 1. April erwarteten Inkrafttreten der novellierten 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) ebenfalls verlängerte Zyklen. Die Überprüfungsfristen orientieren sich allein am Alter der Heizanlage. Alle Ölheizkessel, ob Standard-, Niedertemperatur- oder Brennwertgeräte, werden in den ersten zwölf Betriebsjahren zukünftig im Drei-Jahres-Rhythmus überprüft. Für alle Geräte, die länger als zwölf Jahre in Betrieb sind, verkürzt sich der Überprüfungszeitraum auf zwei Jahre. Bislang wurden Emissionen und Abgasverluste nach der 1. BImSchV unabhängig vom Alter einmal pro Jahr kontrolliert.

Der Gesetzgeber trägt mit diesen verlängerten Intervallen dem technologischen Fortschritt in der Heiztechnik Rechnung. „Die Technologieentwicklung hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Anlagen im Emissionsverhalten stabiler geworden sind“, heißt es dazu im Anhang zum Gesetzesentwurf der novellierten 1. BImSchV.

Mehr Infos zum IWO (Institut für wirtschaftliche Ölheizung), hier klicken!



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28. Januar 2010

Erklär mal: Kaskade

Geschrieben von: Loeti in Erklär mal..., Gut zu wissen, Heizung, Allgemein | Keine Kommentare »

Unter Kaskade (franz. cascade, ital. cascata, Wasserfall) versteht man in der Heiztechnik:

Das statt eines einzigen großen Wärmeerzeugers, der den gesamten Leistungsbereich abdeckt, bei einer Kaskade mehrere kleine Teillast abdeckende Geräte parallel oder in Reihe miteinander verschaltet werden. Dabei übernimmt zum Beispiel ein Gerät die Grundlastabdeckung, die weiteren Aggregate schalten sich dann je nach Anforderungsprofil schrittweise bis zur Spitzenlastabdeckung hinzu. Neben dem geringen Ausfallrisiko der Gesamtanlage bietet eine Kaskadenlösung den Vorteil, dass im Teillastbereich, der am häufigsten vorkommt, nicht alle Geräte laufen müssen. Bei einer ausgewogenen Verteilung der Betriebsstunden unter den HeizGeräten, verringert sich die Störanfälligkeit, was sich positiv auf den Lebenszyklus einer Heizanlage auswirkt.

Je nach Heizwärmebedarf und Kaskaden-System können bis zu sechs Heizgeräte zu einer Kaskade zusammengeschlossen werden. Die bedarfsgerechte Regelung (Kesselfolgeschaltung) übernehmen dabei spezielle Kaskadenregler.

Heizgerätekaskade mit zwei icoVIT Bild:Vaillant


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