Meldungen aus der SHK-Szene

Abzugshaube, Lüftungsanlage und Kaminfeuer: Mit Sicherheit im Einklang

Moderne Gebäude sind heute nicht nur hochgedämmt, viele Komponenten sorgen auch gleichzeitig für ein behagliches Wohngefühl. So wird zum Beispiel die Raumluft mit einer Lüftungsanlage ausgetauscht und in der Küche transportiert die Dunstabzugshaube Feuchtigkeit und Gerüche ins Freie. Wenn gleichzeitig im Wohnzimmer die flackernden Flammen eines Kaminfeuers für wohlige Wärme sorgen, können sich die einzelnen Geräte in ihrer Wirkungsweise gegenseitig beeinträchtigen. Der Grund: Lüftungsanlagen und Dunstabzugshauben mit Außenanschluss erzeugen Unterdruck – ebenso wie raumluftabhängige Kaminöfen und Kaminanlagen, die die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum beziehen.

Das Überwachungssystem „S-USI“ kontrolliert während des Heizvorganges die Druckverhältnisse im Raum und schaltet bei Unterdruck Lüftungsanlagen oder Dunstabzugshauben aus
Bild: SPARTHERM

Normalerweise ist der gleichzeitige Betrieb all dieser Einrichtungen kein Problem. Es sei denn, die Dunstabzugshaube arbeitet über einen längeren Zeitraum auf höchster Stufe oder das Lüftungssystem ist zu hoch eingestellt. In diesen Fällen saugen die Geräte zu viel Luft aus den Räumen und erzeugen einen Unterdruck. Eine mögliche Folge: Aus der Kaminanlage tritt Rauch aus.

Elektronische Überwachung – sicher und komfortabel

Damit das Kaminvergnügen stets sicher und komfortabel ist, hat SPARTHERM, einer der führenden Hersteller moderner Feuerungstechnik in Deutschland und Europa, eine elektronische Überwachung für Feuerungsanlagen entwickelt. Das „Spartherm Unterdruck Schalt-Interface“ – kurz S-USI genannt – schaltet sich automatisch ein, sobald die Flammen im Kamin lodern. Daraufhin werden die Druckverhältnisse im Aufstellraum während des gesamten Betriebs überwacht und alle relevanten Daten über ein Display angezeigt. Im Störfall schaltet die elektronische Überwachung die Lüftungsanlage oder die Dunstabzugshaube automatisch ab. Das Ergebnis: Der Unterdruck im Gebäude geht zurück, ein mögliches Austreten der Rauchgase wird verhindert.

Das Gerät ist wartungsfrei sowie selbstkalibrierend und gleicht über eine intelligente Software Druckschwankungen und ein zu sensibles Ansprechen aus. Die S-USI ist universell für Kamin- und Kachelöfen sowie Heizkamine einsetzbar und lässt sich auch ganz einfach in bestehende Anlagen integrieren.


Neues Web-Tool zum hydraulischen Abgleich

Der BVF stellt einen Rechner zum überschlägigen hydraulischen Abgleich bestehender Fußboden-Heizungskreise kostenlos online bereit.

© BVF

Im Jahr 2011 veröffentlichte der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. die Broschüre „Überschlägiger hydraulischer Abgleich bestehender Fußbodenheizungskreise“. Darin wird die Vorgehensweise zum überschlägigen hydraulischen Abgleich beschrieben und Rechenhinweise gegeben. Der neu erschienene BVF Rechner setzt diese Rechenformeln leicht und verständlich in einer Excel-Tabelle um. Zur überschläglichen Berechnung sind neben einem Projektnamen und der Zuordnung der Heizkreise lediglich die jeweilige Heizkreisfläche und der energetische Gebäudezustand anzugeben. Alle weiteren Daten sind bereits hinterlegt und erscheinen in den entsprechenden Zellen. Nach der Berechnung kann das Ergebnis ausgedruckt und vor Ort umgesetzt werden.

Der BVF möchte mit dem Web-Tool den hydraulischen Abgleich im Gebäudebestand weiter fördern und dadurch den Nutzern einer Flächenheizung den kostenoptimalen Betrieb sowie höchstmöglichen thermischen Komfort ermöglichen.

Allerdings kann der Rechner detailliertere Berechnungsprogramme, wie beispielsweise von ETU Software GmbH oder Solar Computer GmbH entwickelt, nicht ersetzen. Er dient lediglich als zusätzliche Hilfestellung in der Praxis, berücksichtigt aber die Empfehlungen der maßgeblichen Verbände VdZ e.V. sowie BVF e.V.

Hier geht´s zum Berechnungstool

 


Wohlige Wärme mit einer optimal eingestellten Heizung

Kerzenschein in der Weihnachtszeit wärmt das Herz. Aber gegen kalte Füße hilft das wenig. Um während der Feiertage daheim nicht frieren zu müssen, empfiehlt es sich, die Heizungsanlage hydraulisch abgleichen zu lassen. Das bringt wohlige Wärme im ganzen Haus und spart Heizkosten. Wie Verbraucher für die Optimierung der Heizung zudem einen Zuschuss vom Staat erhalten, erklärt das Serviceportal www.intelligent-heizen.info.

Wärme im Advent.
Bild: VdZ

Im Erdgeschoss ist es mollig warm, die Räume im oberen Stockwerk bleiben dagegen trotz aufgedrehter Heizkörper kühl: Mit diesem Problem sehen sich viele Hausbesitzer im Winter konfrontiert. Häufig ist ein fehlender hydraulischer Abgleich der Heizung für das Problem verantwortlich. Dadurch kommt bei Räumen, die näher am Heizkessel liegen, zu viel erwärmtes Heizwasser und bei weiter entfernten Räumen zu wenig an. Um diese dennoch mit Wärme zu versorgen, arbeiten in vielen Kellern Kessel mit hohen Vorlauftemperaturen und Heizungspumpen mit zu hoher Leistung. Das verbraucht unnötig viel Energie und kann außerdem zu nervigen Fließgeräuschen führen.

Wohlige Wärme ist Einstellungssache

Mit einem hydraulischen Abgleich lässt sich das Problem der ungleichen Wärmeverteilung in den Griff bekommen. Dabei schätzt oder berechnet der Fachhandwerker zunächst, welche Menge an Heizwasser in jedem Raum benötigt wird. Anschließend stellt er die ermittelte Menge an den Thermostatventilen der Heizkörper ein. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch im Haus sinkt um bis zu 10 Prozent – und der Wohnkomfort steigt.

Um den hydraulischen Abgleich exakt vornehmen zu können, sind voreinstellbare Thermostatventile notwendig. Es lohnt sich, diese im Zuge des Abgleichs nachzurüsten. Denn mit der Kombination aus hydraulischem Abgleich und modernen Thermostaten können Sie den Energieverbrauch im Haus sogar um bis zu 20 Prozent reduzieren.

30 Prozent der Kosten vom Staat geschenkt

Wird weniger Energie beim Heizen verbraucht, sinkt auch der Ausstoß an klimaschädlichem CO2. Deshalb fördert der Staat die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs und den damit verbundenen Einbau moderner Thermostatventile mit einem attraktiven Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Nettokosten. Um die Förderung zu erhalten, müssen die Arbeiten von einem Fachbetrieb ausgeführt werden. Auch ist wichtig, dass sich Verbraucher vorab beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Förderung registrieren. Den 30-prozentigen Zuschuss gibt es übrigens auch, wenn veraltete Heizungspumpen gegen stromsparende Hocheffizienzpumpen ausgetauscht werden. Weitere Informationen zur Förderung der Heizungsoptimierung stellt das Serviceportal www.intelligent-heizen.info bereit.

Der hydraulische Abgleich kann während der Heizsaison problemlos durchgeführt werden. Verbraucher müssen damit also nicht bis zum nächsten Sommer warten, sondern können sich schon ab diesem Winter über ein spürbar gemütlicheres Zuhause freuen.

 

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