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Ideallinie fürs Bad

…der Einbau einer bodenebenen Duschrinne?

Bodenebene Duschrinnen liegen im Trend. Kein Wunder, tragen sie doch zu gutem Design, hohem Komfort und sicherer Wasserableitung im Badezimmer bei. Als Entwässerungslösung haben sie gegenüber ihren traditionellen „Mitbewerbern“ Punktablauf und Duschwanne damit eine ganze Reihe von Vorteilen.

So schön können bodenebene Duschen aussehen
(Bild: Aco)
So schön können bodenebene Duschen aussehen (Bild: Aco)

Die Voraussetzung für ein Höchstmaß an Abwasserableitung, Ästhetik und Barrierefreiheit ist jedoch, dass die Badplanung und Modellauswahl nach den richtigen Kriterien erfolgen und der Einbau mit fachhandwerklichem Know-how und Präzision ausgeführt wird.

1.) Der Einbauort der Duschrinne muss vor Beginn der Montage gut gereinigt 
werden. Der Rohbeton ist dazu staubtrocken vorzubereiten.
1.) Der Einbauort der Duschrinne muss vor Beginn der Montage gut gereinigt werden. Der Rohbeton ist dazu staubtrocken vorzubereiten.

Vorteile von Duschrinnen

Um es vorweg zu sagen: Es gibt eigentlich kaum eine Badezimmer-Situation oder Duschlösung, die explizit gegen den Einbau einer Duschrinne spricht. Als einzige Ausnahme lassen sich Schneckenduschen nennen, bei denen ein Punktablauf mit rundem Rost besser mit der Architektur der Dusche harmoniert. In allen anderen Fällen machen Duschrinnen eine ausgezeichnete Figur. Gegenüber den meisten herkömmlichen Duschwannen punkten sie mit Bodengleichheit, und weitreichenden gestalterischen Möglichkeiten. Auch technisch betrachtet müssen Duschrinnen keinerlei Vergleiche scheuen: Selbst in der kleinsten Dusche lässt sich die Duschrinne an der hinteren Wand anbringen. Das nur einseitige Gefälle des Bodens garantiert dabei sowohl sicheren Stand als auch guten Wasserabfluss. Zu erwähnen ist auch, dass eine bodenebene Duschrinne zu den Bestandteilen eines barrierefreien und damit förderfähigen Badezimmers gehört: Die staatliche KfW-Bank fördert Eigentümer beim Umbau mit dem Förderprogramm „Altersgerechtes Umbauen“ (ausführliche Info unter www.kfw-foerderbank.de).

2.) Nachdem die Aussparungsschalung entfernt ist, kann mit dem Einbau 
begonnen werden. Dazu wird die Duschrinne sorgfältig ausgerichtet.
2.) Nachdem die Aussparungsschalung entfernt ist, kann mit dem Einbau begonnen werden. Dazu wird die Duschrinne sorgfältig ausgerichtet.

Richtige Planung

Auswahl und Planung einer Duschrinne sind eng mit einander verzahnt. Die entscheidenden Faktoren der technischen Planung heißen Ablaufwert, Gefälle und Durchlaufwert der Duscharmatur. Generell wird bei der Auswahl einer Duschrinne der Wasserdurchlauf der Duscharmatur zugrunde gelegt. Der Mindestablaufwert der Duschrinne ACO Showerdrain beträgt beispielsweise 0,4 l/s. Damit ist sie auch für die Ableitung beim Einsatz leistungsfähiger Duschbrausen geeignet. Bei sehr großen Duschköpfen mit noch höherem Wasserdurchlauf bietet ACO Haustechnik individuelle Lösungen an, die Ablaufwerte von bis 1,4 l/s bei 20 mm Aufstau erzielen und bis zu einer maximalen Länge von 2400 mm gefertigt werden. Ist mit einem besonders hohen Abflussaufkommen zu rechnen, sollte die Ablaufleistung der Rinne durch zusätzliche Ablaufkörper erhöht werden.

3.) Die Füße zur Höhenverstellbarkeit der Duschrinne ACO ShowerDrain 
lassen sich zur Fixierung des Rinnenkörpers auf dem Rohbeton verschrauben.
3.) Die Füße zur Höhenverstellbarkeit der Duschrinne ACO ShowerDrain lassen sich zur Fixierung des Rinnenkörpers auf dem Rohbeton verschrauben.

Wird die Duschrinne im Raum eingebaut, muss der Ablaufwert ohne Aufstau zu Grunde gelegt werden. Ist der Einbau an der Wand geplant, verlangt DIN EN 1253 einen Aufstau von 20 mm. Gefälle sollte immer vorhanden sein bzw. eingearbeitet werden, da sonst das Wasser nicht richtig geführt wird. Wird das Wasser mangels Gefälle nicht richtig geführt, können Überschwemmungen und Wasserrückstände auf den Fliesen die unerwünschten Folgen sein. Der Kommentar zur DIN 1986-100 empfiehlt ein Mindestgefälle von 0,5 – 1 %. Um jedoch die in DIN EN 1253 geforderte Aufstauhöhe von 20 mm und den daraus resultierenden Ablaufwert zu erreichen, ohne das Wasser in angrenzende Bad- und Wohnflächen fließt, empfiehlt sich prinzipiell ein Gefälle von 2 %.

4.) Nach Lockern der beiden seitlichen Flügelschrauben lässt sich die 
Duschrinne ACO ShowerDrain in der Gesamthöhe anpassen.
4.) Nach Lockern der beiden seitlichen Flügelschrauben lässt sich die Duschrinne ACO ShowerDrain in der Gesamthöhe anpassen.

Auswahlkriterien

Der Auswahlprozess beginnt mit der Beachtung von Normen. Unterschieden wird dabei zwischen Planungs- und Ausführungsnormen einerseits und Produktnormen andererseits. Zur ersten Gruppe gehört DIN EN 12056 Teil 1 und 2, die Basisnorm für die Planung und Ausführung der Gebäudeentwässerung. Neben dieser europäischen Norm gilt für Deutschland zusätzlich die DIN 1986-100. Sie beschreibt die Ausführungsvorschriften für Schwerkraftentwässerungsanlagen. Die Belastbarkeit, Sperrwasserhöhe sowie die Abflusswerte von Bodenabläufen sind in der DIN EN 1253 geregelt. Die Duschrinnen der führenden Hersteller entsprechen in der Regel allen relevanten Normen. Die Duschrinnen der Serie ACO Showerdrain von ACO Haustechnik erfüllen darüber hinaus z.B. auch die Schallschutzprüfung gemäß DIN EN 4109.

5.) Auch durch leichtes Kippen lässt sich die Rinne angleichen. 
Anschließend sind die Flügelschrauben wieder handfest anzuziehen.
5.) Auch durch leichtes Kippen lässt sich die Rinne angleichen. Anschließend sind die Flügelschrauben wieder handfest anzuziehen.

Sind die elementaren Normerfüllungen geklärt, gibt es drei Hauptkriterien für die Auswahl einer Duschrinne:

  • Funktionsumfang und Ausstattungsmerkmale;
  • Design und Individualisierungsmöglichkeiten
  • Einbauvorteile bzw. Montageoptionen

6.) Nach dem Einbringen der Trittschalldämmung und der Gleitfolie erfolgt 
der Anschluss der Rohre an die Entwässerungsleitung.
6.) Nach dem Einbringen der Trittschalldämmung und der Gleitfolie erfolgt der Anschluss der Rohre an die Entwässerungsleitung.

Funktionsumfang und Zusatzausstattung

Zu den möglichen Funktionen einer Duschrinne, die über die reine Ableitung des Wassers hinausgehen, gehört etwa ein Geruchsverschluss, der im Idealfall für Reinigungszwecke leicht zu entnehmen ist. In den Ablaufkörper integriert, schützt er das Bad- und Raumklima vor unangenehmen Gerüchen aus der Kanalisation. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Duschrinne mit Brandschutzkomponenten zu versehen. Denn bricht in einem Gebäude Feuer aus, breitet es sich in der Regel entlang der Haustechnik aus; Ablaufsysteme sind also besonders kritische Punkte. Der herausnehmbare Brandschutz-Geruchsverschluss für die Duschrinnen ACO Showerdrain etwa hat die Feuerwiderstandsklasse R 30 bis R 120.

7.) Der Estrich muss mit leichtem Gefälle bündig an den Dünnbettflansch 
der Rinne angebunden und verdichtet werden
7.) Der Estrich muss mit leichtem Gefälle bündig an den Dünnbettflansch der Rinne angebunden und verdichtet werden

Gestaltung und Individualisierung

Die grundlegenden Optionen hinsichtlich Gestaltung betreffen die Form der Duschrinne sowie Material und Design des Rostes bzw. Steges. Gerade Duschrinnen mit Längen von 700 bis 1.200 mm gelten inzwischen als Standardprodukt. Premium-Hersteller wie ACO Haustechnik liefern auch individuelle Maße. Darüber hinaus gibt es auch rechtwinklige Rinnen, die im Wandeck der Dusche platziert werden, sowie gebogene Rinnen für Viertelkreisduschen, die raumseitig, d.h. entlang der Gläser im Boden sitzen.

Das auffälligste Designmerkmal einer Duschrinne ist sicherlich der Rost. In der Regel besteht er aus rostfreiem Edelstahl (Werkstoff 1.4301). Hochwertige Ausführungen haben eine elektropolierte, besonders glatte und schmutzabweisende Oberfläche. Ein breites Angebot an Rost-Designs ist der Garant dafür, eine Variante zu finden, die dem persönlichen Geschmack entspricht.

8.) Nach der Aushärtung ist ist eine Dünnbettabdichtung den 
Herstellerangaben entsprechend auszuführen.
8.) Nach der Aushärtung ist ist eine Dünnbettabdichtung den Herstellerangaben entsprechend auszuführen.

Befliesbare Roste ermöglichen die Rinne mit den selben Fliesen zu bestücken wie den umgebenden Duschboden – das Ergebnis ist die perfekte Integration von Rinne und Boden und damit das Höchstmaß an ästhetischem Understatement. Wer lieber einen auffälligen Blickfang setzt, greift zur Rinnenabdeckung aus Glas, einfarbig oder floral gemustert. Aufgrund ihrer Transparenz eignet sich diese Lösung natürlich auch bestens zur Kombination mit einem Beleuchtungsmodul.

Die Beleuchtbarkeit von Duschrinnen bewegt sich im Grenzbereich von Funktion und Design: Sie dient als Sicherheitsfaktor und als Schmuck zugleich. ACO Haustechnik etwa bietet in Sachen Beleuchtung unterschiedliche Farben einschließlich Farbwechsel sowie wassersensitive Beleuchtung, die mit dem Abfließen des letzten Wassertropfens erlischt.

9.) Alle Übergänge müssen zuerst mit Dichtungsband versehen werden, danach 
wird mit der Dünnbettabdichtung gestrichen. Diese wird ebenfalls auf dem 
Dünnbettflansch und auf dem Estrich aufgetragen.
9.) Alle Übergänge müssen zuerst mit Dichtungsband versehen werden, danach wird mit der Dünnbettabdichtung gestrichen. Diese wird ebenfalls auf dem Dünnbettflansch und auf dem Estrich aufgetragen.

Montageoptionen

Auch beim Einbau der Duschrinne stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Ein grundlegendes Kriterium beim Einbau einer bodenebenen Duschrinne ist die Höhe des Bodenaufbaus. In Neubauten beträgt sie meistens zwischen 120 und 160 mm, in Altbauten in der Regel weniger. Die einfache Höhenanpassung mittels Stellschrauben ist daher grundsätzlich von Vorteil. Die Gesamthöhe der Duschrinnen der ACO Showerdrain E-line lässt sich damit je nach Modell zwischen 105 – 160 mm bzw. 79 – 134 mm flexibel einstellen. Bei extraflachen Duschrinnen wie der ACO Showerdrain S-line beträgt die Einbauhöhe zwischen 55 – 80 mm.

10.) Nachdem die Dünnbettabdichtung getrocknet ist und der Boden gefliest 
wurde, kann der Bauzeitenschutz bzw. die Schutzfolie der Duschrinne entfernt 
werden. Die Rinne wird anschließend mit dauerelastischem Material verfugt 
und nach der Trocknungszeit gereinigt.
10.) Nachdem die Dünnbettabdichtung getrocknet ist und der Boden gefliest wurde, kann der Bauzeitenschutz bzw. die Schutzfolie der Duschrinne entfernt werden. Die Rinne wird anschließend mit dauerelastischem Material verfugt und nach der Trocknungszeit gereinigt.

Ein umlaufender, grobkörnig beschichteter Dünnbettflansch ermöglicht eine verlässliche und dauerhafte Abdichtung der Duschrinne. Sie schützt den Bodenaufbau und damit die Bausubstanz auch bei regelmäßiger Belastung der Nasszelle durch Duschwasser. Um die Duschrinne bündig an der Wand bzw. den Wänden zu installieren, sollte der Rinnenkörper die entsprechende Flanschaufkantung haben.

Durch die Montage der Schallschutzvorrichtung in Form einer Fußentkopplung – und bei aufgekanteten Rinnen zusätzlich als Wandentkopplung – lassen sich sowohl die Funktionsgeräusche als auch der Trittschall erheblich reduzieren.

11.) Die Duschrinne ACO ShowerDrain ist nun bereit für den Einsatz des 
Rostes. Der Einsatz des Designrostes ist kinderleicht.
11.) Die Duschrinne ACO ShowerDrain ist nun bereit für den Einsatz des Rostes. Der Einsatz des Designrostes ist kinderleicht.

Einbau von Duschrinnen

Am einfachsten erfolgt der Einbau einer bodenebenen Duschrinne mit der Wahl eines sogenannten Showerboards. Dabei handelt es sich um einen einbaufertigen Duschboden mit vorgefertigtem Gefälle von 2 % zur bereits werkseitig integrierten Duschrinne. Beschichtet mit wasserundurchlässigem Vlies, ist das Showerboard von ACO Haustechnik ab Werk fliesenfertig für bodenebenen Fliesenbelag. Der Anschluss DN 50 passt an alle Steckrohrmuffensysteme. Das Board wird in mehreren Maßen geliefert und ist zudem individuell zuschneidbar.

12.) Fixierstifte auf der Unterseite des Rostes dienen auf beiden Seiten als 
Befestigung für die Leuchtmodule der Duschrinne ACO ShowerDrain Lightline. 
Sie sorgen für den problemlosen Ein- und Ausbau der Leuchtmodule
12.) Fixierstifte auf der Unterseite des Rostes dienen auf beiden Seiten als Befestigung für die Leuchtmodule der Duschrinne ACO ShowerDrain Lightline. Sie sorgen für den problemlosen Ein- und Ausbau der Leuchtmodule

Die Fotostrecke dieses Berichts zeigt den norm- und herstellergerechten Einbau einer solchen Rinne.

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