Meldungen aus der SHK-Szene

Fokus auf der TGA: qualifiziertes Wissen vermitteln

Viega-Seminare 2019: Praxisnahe Inhalte von der Trinkwasserhygiene bis zum Brandschutz

Die Viega-Seminare helfen Fachplanern und Fachhandwerkern auch 2019 dabei, trotz des rasanten technischen Fortschritts im Bauwesen immer auf dem aktuellsten Stand der Technik zu arbeiten. Bild: Viega

 

Die Technische Gebäudeausrüstung wird komplexer, der Zeitdruck nimmt zu: Systemanbieter Viega unterstützt Fachplaner, Fachhandwerker, Betreiber und Facility Manager auch 2019 durch ein aktualisiertes Schulungsprogramm in den Seminarcentren Attendorn-Ennest und Großheringen, effizient und qualifiziert die Herausforderungen zu meistern. Neue Entwicklungen betreffen vor allem den Erhalt der Trinkwassergüte, den Brand- und Schallschutz, die Installations- und Systemtechnik sowie die moderne Badgestaltung. Eine wichtige Rolle spielen außerdem Themen wie die erweiterte softwaregestützte Planung. Das komplette Seminarprogramm steht ab sofort im Internet unter viega.de/Seminare zur Verfügung. Hier ist auch die Online-Anmeldung möglich.

Absicherung der Trinkwasserhygiene

Ein wesentliches Kompetenzthema der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ist bei Viega der Erhalt der Trinkwassergüte. Welche Maßgaben haben sich hier geändert und was muss zum dauerhaften Erhalt der Trinkwasserhygiene beachten werden? Um das beantworten zu können, ist ein aktueller Wissensstand einschließlich neuer Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung unverzichtbar. Denn die meisten Vorkommnisse, die zu einer Kontamination von Trinkwasser-Installationen führen, resultieren aus dem Nichteinhalten der technischen Regeln und der Unkenntnis über mikrobiologische Zusammenhänge. Insbesondere bei Projekten mit hohen Anforderungen an die Trinkwasserversorgung, wie zum Beispiel öffentliche Gebäude, ist ein solches Detailwissen sowohl für Planer als auch Installateure von ganz besonderer Bedeutung. Denn eine hygienisch einwandfreie Trinkwasser-Installation verlangt die Berücksichtigung aller Lebenszyklusphasen von der Planung über die Erstellung bis zu Betrieb und Instandhaltung. Viega vermittelt die erforderliche Qualifikation in fünf verschiedenen Seminaren – unter anderem in Hygieneschulungen nach VDI/DVGW 6023.

Bild: Viega

Vorbeugender Schall- und Brandschutz

Aktuelle Vorgaben für den Schall- und Brandschutz richtig umsetzen – diesem Thema widmet Viega ein eigenes Seminar und zeigt, was bei der Planung zu beachten ist und welche Kriterien die praktische Umsetzung beeinflussen. Neben der Mischinstallation und den Abstandsregeln werden auch aktuelle gesetzliche Vorgaben behandelt. Außerdem spielen die Richtlinien für Leitungsanlagen in der Gebäudetechnik eine besondere Rolle.

Software-Lösungen mit Viptool

Digitale Prozesse von der Planung bis zum Gebäudebetrieb nehmen einen immer größeren Einfluss auf die TGA – Stichwort Building Information Modeling (BIM). Gleichermaßen wichtig für Planer und Installateure ist, heute schon erste Schritte in diese vernetzt gedachte Planungsmethodik zu gehen.

Die kompakten Viega-Seminare zu den Viptool-Planungsprogrammen machen dafür den Anfang. Abgestimmt auf die Arbeit von Fachplaner und Fachhandwerker bietet Viega unterschiedliche Software-Lösungen. In den entsprechenden Schulungen wird der effiziente Einsatz trainiert. Dazu steht für jeden Teilnehmer ein CAD-Arbeitsplatz zur Verfügung.

Schnell sein lohnt sich!

Abhängig vom Themengebiet sind die Seminare in Attendorn und Großheringen auf ein bis drei Tage ausgelegt. Sie finden ganzjährig statt. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind.

Weitere Informationen gibt es telefonisch oder per E-Mail in den Seminarcentern Attendorn (02722/613232; seminarcenter.at@viega.de) und Großheringen (Tel. 036461/964116; seminarcenter.gh@viega.de).

Seminarinhalte und -termine sind außerdem auf der Homepage unter viega.de/Seminare zu finden. Dort kann man sich auch online anmelden oder den Schulungskatalog als PDF herunterladen.


Studie: 18 Prozent höherer Energieverbrauch durch Zusatzheizungen – positiver Effekt für Klimaschutz verpufft

Zusätzliche Heizungen wie Kaminöfen verbrauchen viel mehr Energie als nötig

Hauseigentümer mit einer zusätzlichen Heizung wie einem Kaminofen verbrauchen beim Heizen etwa 18 Prozent mehr Energie als Hauseigentümer ohne Zusatzheizung. Deutschlandweit werden so in Ein- und Zweifamilienhäusern jedes Jahr rund 16,5 Milliarden Kilowattstunden Heizenergie verschwendet. Das entspricht dem Bedarf einer Stadt wie Hamburg. Das zeigt eine Studie der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online, die im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung entstanden ist.

Bild: www.co2online.de / Alois Müller

Positive Effekte gehen durch Verschwendung verloren

Rund 11 Millionen Zusatzheizungen gibt es in Deutschland in Ein- und Zweifamilienhäusern. Im Schnitt decken sie ein Drittel des Wärmebedarfs eines Hauses ab – und senken den Verbrauch der Hauptheizung durchschnittlich um etwa ein Viertel.

„Aber es gibt einen Haken bei diesen Zusatzheizungen: Etwa 40 Prozent der eingesetzten Energie wird verschwendet. So gelangen unnötig viele Schadstoffe in die Luft, die Umwelt und Gesundheit der Menschen belasten“, sagt Sebastian Metzger, Mitglied der Geschäftsleitung bei co2online. „Zusatzheizungen sparen zwar oft Erdgas und Heizöl. Aber dieser eigentlich positive Effekt fürs Klima verpufft weitgehend.“

Empfehlungen: Information, Austausch und Energieberatung

Hausbesitzer sollten deshalb besser darüber informiert werden, wie sie Zusatzheizungen effizient nutzen. Außerdem wäre es sinnvoll, ineffiziente Öfen schnell auszutauschen. In Neubauten mit hohen Energiestandards sollten Zusatzheizungen am besten gar nicht genutzt werden. Wer sich eine Zusatzheizung wünscht, sollte gemeinsam mit einem Energieberater planen.

Zusatzheizung: Ursachen für erhöhten Verbrauch

Für den erhöhten Heizenergieverbrauch durch Zusatzheizungen gibt es vor allem zwei Gründe – das Nutzerverhalten und die Technik: Es wird zu viel zusätzlich geheizt und viele Zusatzheizungen sind weniger effizient als die eigentliche Heizung.

Wer einen Kamin hat, will es in der Regel komfortabel und behaglich haben – und heizt deshalb oft deutlich mehr als eigentlich notwendig wäre. Dass dabei mehr Brennholz verbraucht wird, ist für die Nutzer meist nicht wichtig, weil es sich kaum auf die Kosten auswirkt. Denn viele Hausbesitzer verfeuern Holz aus dem eigenen Garten oder erhalten dieses kostengünstig, zum Beispiel von Nachbarn oder Bekannten.

Der Wirkungsgrad von Zusatzheizungen ist im Schnitt deutlich geringer als der des Hauptheizsystems. Das liegt zum Beispiel am Ofentyp: Ein kostengünstiger Ofen aus dem Baumarkt ist weniger effizient als ein gemauerter Kachelofen oder ein moderner Feuerofen mit Wasserführung. Außerdem muss ein Ofen die richtige Größe haben, damit er effizient genutzt werden kann.

Fünf Gründe: Warum Hausbesitzer eine Zusatzheizung nutzen

Darum nutzen Hausbesitzer laut Studie eine Zusatzheizung:

  • 71 Prozent wünschen sich Komfort und Behaglichkeit durch hohe Raumtemperaturen.
  • 61 Prozent wollen den Verbrauch ihrer Hauptheizung senken.
  • 41 Prozent ist es wichtig, unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu sein.
  • 37 Prozent wollen einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, weil sie den nachwachsenden Rohstoff Holz verwenden.
  • 36 Prozent nutzen die Zusatzheizung, weil sie einfach an die notwendigen Brennstoffe gelangen.

Über die Studie

Die Studie „Die Zusatzheizung – Nutzung ergänzender Heizsysteme im Gebäudebereich“ wurde von co2online durchgeführt und mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Bei der Studie wurden erstmals in Deutschland die Energieverbräuche der Hauptheizung und der Zusatzheizung in Ein- und Zweifamilienhäusern zusammen erfasst und ausgewertet.

Für die Studie wurden rund 23.100 Daten von Ein- und Zweifamilienhäusern aus der co2online- Gebäudedatenbank ausgewertet; davon hatten 3.800 Häuser eine Zusatzheizung. Zusätzlich wurden rund 1.600 Nutzer von Zusatzheizungen zum Thema befragt.

Die Studie kann hier (PDF) kostenlos heruntergeladen werden.

 

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