Die Anforderungen an SHK-Betriebe steigen: Wärmepumpen, Photovoltaik, Gebäudeenergieberatung – wer heute im Handwerk mithalten will, kommt um Weiterbildung kaum herum. Die Handwerkskammer Region Stuttgart macht das mit konkreten Zahlen deutlich: Allein im vergangenen Jahr qualifizierten sich rund 200 Handwerkerinnen und Handwerker an der dortigen Bildungsakademie für neue Aufgaben – darunter Führungsverantwortung, Betriebsübernahmen und Tätigkeiten rund um die Energiewende.
Zwei Beispiele aus der SHK-Praxis zeigen, was das konkret bedeutet: Ein Installateur- und Heizungsbaumeister aus Stuttgart bildete sich zum Gebäudeenergieberater (HWK) weiter und machte sich nebenberuflich selbstständig. Ein SHK-Servicetechniker aus Korb absolvierte den Kurs „SHK-Experte für Nachhaltige Gebäudetechnik“ – laut Handwerkskammer deutschlandweit das erste Angebot dieser Art für SHK-Fachkräfte. Inhalte: technische Gebäudesysteme wie Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Sein Fazit: Er kann Probleme an Kundenanlagen schneller lösen und ist vielseitiger einsetzbar.
Gleichzeitig fordert die Handwerkskammer eine bessere finanzielle Förderung der Höheren Berufsbildung. Kritikpunkt: Während akademische Bildungswege weitgehend gebührenfrei sind, tragen angehende Meister oder Betriebswirte im Handwerk weiterhin erhebliche Eigenanteile. Auch eine zweite Fortbildung auf derselben Qualifikationsstufe wird bislang nicht gefördert – obwohl Spezialisierungen im SHK-Bereich immer gefragter werden.