Die Heizungspumpe steht im Dreck

Mit der Einführung der europäischen Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG geht die Installationswelt komplett zu hocheffizienten Heizungsumwälzpumpen über. Um jedoch die Qualität und Leistung dieser neuen Pumpen auch langfristig sicherstellen zu können, ist die Aufbereitung des Anlagenwassers unentbehrlich. Ohne Schlammabscheidung kann sich die Leistung dieser neuen Pumpen schnell halbieren.
Die wichtigsten, gemeinsamen Gegner der gesamten Heizungs- oder Klimaanlage – und daher nicht allein der Hocheffizienzpumpe – sind Magnetit und Rostschlamm. Mit der Installation einer Pumpe mit Permanentmagnetmotor platziert der Installateur faktisch einen starken Magneten direkt ins Anlagenwasser. Daraufhin sammeln sich dort kleine, magnetische Schlammpartikel (Magnetit), die zu großen Problemen führen können.

Geringere Leistung
Laboruntersuchungen zeigen, dass Magnetit schnell zu geringeren Leistungen der Pumpen der neuen Generation führt und damit auch zu höheren Energiekosten. Der Wirkungsgrad dieser Pumpen, mit dem man beim Entwurf der Anlage rechnet, kann durch solche Verschmutzungen nicht mehr erreicht werden. Die vorgenannten Untersuchungen zeigen, dass Magnetit im Anlagenwasser die Leistung der Pumpe schnell um 10 bis 20% reduziert und nach einiger Zeit sogar halbieren kann.

Bei einer Laboruntersuchung wird die Wirkung von Magnetit auf die Leistung von Pumpen gezeigt. Zwei herkömmliche asynchrone Pumpen (ehemalige Standardpumpen) wurden mit zwei modernen Pumpen mit Permanentmagnetmotoren verglichen (Hocheffizienzpumpen neuer Bauart). Bei den modernen Pumpen hat sich herausgestellt, dass Magnetit einen sehr negativen Einfluss auf die Leistung hat. Die Situation ist direkt vergleichbar mit der Praxis. (Quelle: Spirotech PD&I, Laboruntersuchung 2013)

Will der Installateur, dass die neuen Hocheffizienzpumpen dauerhaft eine gute Leistung erzielen, so muss der Permanentmagnetmotor frei von Schmutz gehalten werden. Der Einsatz von Hocheffizienzpumpen ist aufgrund des enormen Energieeinsparpotenzials ökonomisch und ökologisch mit Sicherheit sinnvoll. Ihre Verwendung ist daher klar zu empfehlen, man muss jedoch darauf achten, dass jede Heizungs- und Klimaanlage einen „Bodyguard“ erhält: Einen modernen Schlammabscheider, der Magnetit und den Magnetitschmutz von der Pumpe fernhält.

Erhalt der Leistung
Frühere praktische Messungen haben bereits gezeigt, dass die dauerhafte Entfernung von Magnetit und anderen Verschmutzungen aus Heizungsanlagen zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten führen. Nicht nur wegen der leistungsfähigeren Pumpen, sondern auch, weil Magnetit große Verschmutzungen und sogar Schäden am Heizkessel, den Heizkörpern, der Fußbodenheizung, den Thermostatventilen und den Wärmezählern verursachen kann. Dies sind Dinge, die nach und nach zu geringerer Wärmeübertragung, sinkender Leistung und auch höherem Energieverbrauch führen.

Es ist schon seit Jahren kein Geheimniss, dass Anlagenwasser in der Praxis oft alles andere als sauber ist. Magnetische Eisenpartikel sind keine Seltenheit. Bei „alten“ Standardpumpen ist der Rotor nur magnetisch, wenn die Pumpe läuft. Wenn die Pumpe abgeschaltet ist, werden sich die im Anlagenwasser vorhandenen magnetischen Partikel nicht permanent auf dem Rotor absetzen. Die Tatsache, dass der Rotor in den Pumpen der neuen Generation jedoch dauerhaft magnetisch ist, ist vorteilhaft für das Startverhalten und die Effizienz der Pumpen, jedoch werden die Probleme, die Magnetit und Magnetitschmutz verursachen, hierdurch verstärkt.

Schlammabscheider mit Magnet
Die Lösung des Problems sind Schlammabscheider mit Magnettechnik. Spirotech aus Helmond liefert sowohl für den Wohnungs- als auch den Gewerbebau und für die Industrie Schlammabscheider, die mit Magnettechnologie ausgestattet sind. Wenn ein solcher Schlammabscheider einmal installiert wurde, so fängt dieser kontinuierlich und zuverlässig sowohl magnetische als auch nicht-magnetische Schlammpartikel auf. Bei der periodischen Wartung wird durch Öffnen des Ablassventils an der Unterseite des Schlammabscheiders der Schmutz durch den Druck in der Anlage schnell und kraftvoll entfernt. Für den Wohnungsbau wurde vor kurzem der hochentwickelte Schlammabscheider SpiroTrap MB3 eingeführt. Eine wesentliche Neuerung des SpiroTrap MB3 ist der abnehmbare Magnet, der den Schlammabscheider mit einer speziellen Magnetfeld-Verstärkungstechnologie ausstattet, für die inzwischen eine Patentanmeldung eingereicht wurde.


Der hochentwickelte Schlammabscheider SpiroTrap MB3 verfügt über einen abnehmbaren Magneten, der durch die patentierte Magnetfeld-Verstärkungstechnologie hocheffizient Magnetit entfernt.

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2 Kommentare zu Die Heizungspumpe steht im Dreck

  1. Enzo Sp. 13. März 2019 um 10:42 #

    Hallo.

    Ich habe 2015 ein Haus bauen lassen.
    Hier wurde eine Buderus GB162 Anlage mit hocheffizienzpumpe verbaut, aber leider kein Magnetitabscheider.
    Alle 2 Jahre ist dann die Heizungspumpe ausgefallen bis ein fähiger Kundendienstmonteur drauf hingewiesen hat, dass hier der Magnetitabscheider fehlt.
    Der Installateurbetrieb des Bauunternehmens hatte es wohl nicht besser gewusst und nun weigern sie sich dieses Bauteil nachzurüsten.
    Ich denke als Kunde kann man eine funktionierende Heizung erwarten und wie man sieht, funktioniert sie so nicht.
    Wie sehen die Experten die Sachlage?
    Kann ich vom Bauunternehmen hier eine Nachbesserung fordern oder nicht?

    Grüße
    Enzo Sp.

    • Loeti 13. März 2019 um 20:02 #

      Sehr geehrter Herr Sportelli,

      als Fachmagazin für die SHK Branche steht es uns nicht zu handwerkliche Leistungen zu beurteilen. Bitte wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle bei der Handwerkskammer an Ihrem Wohnort.

      Viele Grüße
      SBZ-Monteur

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