Erklär mal: Die Öldüse

So wie war das jetzt nochmal – Dass Öl plempert vorne aus der Düse und dann gibt es ein kleines Feuerchen? Ganz so einfach, ist es eben nicht:-)!

Die Öldüse hat die Aufgabe, dass von der Ölpumpe unter Druck gesetzte Öl einwandfrei zu zerstäuben. Wird diese Aufgabe gut erfüllt, so begünstigt dies den Übergang vom flüssigem ÖL  zu einem Ölnebel, der fast schon den gasförmigem Zustand angenommen hat. Nur in dieser Phase ist eine  schnelle Zündung und damit eine Verbrennung garantiert. Begünstigt wird dieses, durch das Vergrößern der Fläche des Ölnebels. Umso kleiner die „Tropfen“, desto besser also die Zündung und die Verbrennung.

Öl-Düsenaufbau Bild: Danfoss

Die Zerstäubungsdüsen haben als Kennwerte neben der Düsengröße, den Winkel und die Art des Sprühmusters eingeprägt. In diesem Beispiel hat eine Danfoss-Öldüse eine Düsengröße von 0,6 USgal/h bzw. 2,37 Kg/h. Der Durchsatz von Kg/h bezieht sich auf die europäische Norm und gibt den Durchsatz, bei einem Pumpendruck von 10bar an. Die USgal beziehen sich auf einen Pumpendruck von 7 bar. Die Düsengröße ist nach der jeweiligen Kesselgröße auszuwählen. Außerdem können wir auf unserem Beispiel den Sprühwinkel von 60° und das Sprühmuster S erkennen. Wusstet ihr, dass eine US Gallone 3,785 Liter sind. Dabei ist Heizöl leichter als Wasser. Heizöl EL hat eine mittlere Dichte von 0,85 kg/l und damit sind 3,785 Liter nur noch 3,22 Kg.

Öl-Düsenkennzeichnug Bild: Danfoss

 

Genau wie bei der Düsengröße gibt es auch bei dem Winkel und der Zerstäubungsart Unterschiede. Bei der Zerstäubungsart wird zwischen Hohl-, Halbvoll- und Vollstrahldüsen und Spezialdüsen (SF,HF,) unterschieden. Bei dem Zerstäubungswinkel werden meistens 45°-Düsen verwendet, es gibt aber auch 30°-, 60°- oder 80°-Düsen. Kleine Winkel ergeben lange schmale Flammen, große Winkel ergeben breite kurze Flammen.Winkel und Zerstäubungsart werden vom Brennerhersteller vorgeschrieben und müssen auch genau beachtet werden. In den meisten Fällen werden auch die Düsenhersteller vorgeschrieben. Bei Nicht-Einhaltung dieser Vorgaben kann der Brennerhersteller für eine ordentliche Verbrennung des Brennstoffes Öl nicht garantieren.

Sprühbilder Bild: Danfoss

 

Die Düse selbst enthält ein Feinfilter, durch das dass Öl in die Vorkammer gelangt. Ein Drallkörper mit schrägen Schlitzen leitet das Öl gegen die Wandung der Wirbelkammer, wo es zerstäubt und dann aus der Düsenbohrung rotierend  austritt. Eine Düse  ist ein Verschleißteil und kann nicht gereinigt werden. Sie gehört fachgerecht entsorgt und nicht auf dem Kessel des Kunden abgelegt. Glücklich machen kann ich meinen Kunden nur, wenn nach der jährlichen Wartung die Anlage ohne Probleme funktioniert.  Also raus mit dem „Dingen“ und das, sollte jährlich passieren. Bei Feuerrungsleistungen eines Ölbrenners zwischen 10 und 15 KW werden nur noch 0,25-0,3 USgal/h große Düsen benötigt. Diese Düsen sind besonders empfindlich, ein unabsichtliches fallenlassen oder auf die Düsenbohrung fassen führt unweigerlich dazu, dass diese Bauteile in den Schrott gehören. Selbstverständlich sollten alle Düsen , egal welcher Größe  mit der größten Sorgfalt gehandhabt werden.

, , , , , , , , , , ,

Noch keine Kommentare vorhanden.

Schreibe einen Kommentar

*