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Erklär mal: Schutzart vs. Schutzklasse

Häufig wird der Begriff "Schutzart" auch mit "Schutzklasse" verwechselt. Beides sind jedoch Begriffe die technisch etwas ganz anderes beschreiben. Doch nun ersteinmal die Schutzart. Nach DIN 40 050 sind für elektrische Maschinen (und auch für andere Betriebsmittel wie Transformatoren, Schalt- und Installationsgeräte) verschiedene Schutzarten zum Schutz gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser, die durch die Kennbuchstaben IP (International Protection) und zwei Kennziffern zu kennzeichnen sind, erforderlich.

Während sich die erste Kennziffer hinter „IP“ auf den Schutz gegen Berührung und das Eindringen von Fremdkörpern bezieht, gibt die zweite Kennziffer die Schutzart gegen das Eindringen
von Wasser an. Die Bedeutungen der beiden Ziffern gehen aus der Übersicht hervor.

Und was beschreibt nun die Schutzklasse?

Die Schutzklassen nach DIN EN 61140 sind eingeteilt in Schutzklasse I, Schutzklasse II und Schutzklasse III. Die Schutzklassen gelten für elektrische Geräte - die entsprechenden Symbole sind an den elektrischen Anschlüssen der Geräte zu erkennen.

Schutzklasse I


Alle Geräte und Anlagenteile mit Schutzleiteranschluss, der an den Schutzleiter der stationären Installation angeschlossen werden muss, z.B. über einen „Schuko-Stecker“ (Schutz-Kontakt). Im Fehlerfall, beim Versagen der Basisisolierung, wird der Stromkreis abgeschaltet, sodass keine gefährliche Berührungsspannung bestehen bleibt. Funktioniert nur mit Hauptpotentialausgleich und Überstromschutzeinrichtung (Sicherung) oder FI-Schutz.

Schutzklasse II


Eine doppelte bzw. verstärkte Isolierung macht Isolationsfehler praktisch unmöglich. Ein Schutzleiter kann nicht angeschlossen werden. Viele Hausgeräte (Küchenmaschinen, Rasierapparate etc.) und Betriebsmittel (z.B. Lichtschalter) sind heute schutzisoliert, oft erkennbar am flachen sogenannten „Europastecker“ ohne Schutzleiterkontakt.

Schutzklasse III


Geräte, die mit Schutzkleinspannung (max. 50 V AC bzw. 120 V DC) oder mit Schutztransformatoren (z.B. Rasiersteckdosen in Badezimmern) sicher getrennt betrieben werden.

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