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Fit im Job

BGM

Die Fürsorge des Betriebs beginnt nicht erst beim Krankenstand des Arbeitnehmers. Maßnahmen, die das Wohlbefinden am Arbeitsplatz fördern, werden von Mitarbeitern begrüßt und führen zur Leistungssteigerung.

Tschüss Rückenschmerzen

Falsches Verhalten beim Heben und Tragen von Lasten kann auf Dauer zu Schmerzen und Leistungsminderung führen. Mit ein paar Tipps lässt sich das vermeiden.

Beim Heben einer Last muss man so dicht wie möglich an den Gegenstand herantreten. Dann geht man mit gestreckter Wirbelsäule in die Hocke herunter. Die Beine werden bis max. 90 Grad gebeugt. Tiefere Kniebeugen bedeuten eine zusätzliche Belastung für den Mitarbeiter und fördern die Knorpelabnutzung der Gelenke. Die Füße stehen hüftbreit und sind mit der ganzen Fußsohle aufgesetzt. Die Wirbelsäule ist so in ihrer physiologisch richtigen Form. Wer sich gedanklich auf den Hebevorgang einstellt, bringt seine Muskulatur in einen Vorstartzustand, wie ein 100-m-Sprinter vor dem Start.

Man nimmt den Gegenstand und zieht ihn zunächst an den Körper heran. So geht man dann samt Last mit gestreckter Wirbelsäule zurück in den Stand. Dabei muss der Rücken gerade gehalten werden. So geht die Belastung nicht nur in den Rücken, sondern verteilt sich auf Knie- und Hüftgelenke. Auch beim Hochkommen vom Boden hält man die Last möglichst nahe am Körper. Keinesfalls darf man sich während des Hochhebens drehen.

Dynamisches Sitzen im Firmenauto

Rückenschmerzen entstehen auch durch falsches Sitzen im Lieferwagen auf der Fahrt zum Kunden. Abhilfe schafft „Dynamisches Sitzen“, das bedeutet, auf die Gewichtsverlagerung zwischen rechts und links zu achten. Die Rückenlehne des Fahrersitzes muss im Lendenwirbelbereich in jeder Sitzposition den Rücken gut abstützen und bis zu den Schulterblättern reichen, um Bandscheibenschäden vorzubeugen. Die einseitige Belastung der Wirbelsäule ist immer schädlich. Der Rücken muss festen Kontakt zur Rückenlehne haben und das „Kreuz“ senkrecht zur Sitzfläche sein. Die aufrechte Sitzhaltung muss zur festen Gewohnheit werden: ganz bewusst den Rücken aufrichten, den Blick gerade nach vorne, die Schultern zurück und den Oberkörper leicht nach vorne nehmen.

Tschüss Durst

Flüssigkeitsmangel führt schon nach kurzer Zeit zu Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Die Fehlerhäufigkeit steigt und das Arbeitstempo verlangsamt sich. Und das betrifft nicht nur die älteren im Team. Auch bei angenehmen Temperaturen verliert jeder durch Schweiß bei der Arbeit unmerklich an Flüssigkeit. Schon bevor das Durstgefühl einsetzt, soll man daher trinken. Am gesündesten ist Mineralwasser. In Zeiten der Digitalisierung gibt es inzwischen auch Erinnerungshilfen auf dem Smartphone. Für das Smartphone gibt es den „Trink-Wecker“ die „Trink-Uhr“ und den „Aqua-Plan“. Anhand des eigenen Körpergewichts wird die empfohlene Trinkmenge ermittelt und man wird per Push-Benachrichtigung erinnert, zu trinken.

Tschüss Sorgen

Zur Fitness gehört auch die Freude und Lust auf den Job. Soziale Beziehungen zu positiven Kollegen, die nicht immer nur jammern, bauen ein Immunsystem auf. Um gesund und munter zu bleiben ist weniger oft mehr: weniger Härte zu sich selbst und mehr Konzentration auf Gesundheit. Dauerhaft arbeitsfähig und gleichzeitig fit sein können wir nur, wenn wir für uns selbst sorgen. Wer sich auch geistig wohl fühlt und nicht alles an sich ranlässt, kann sich bei der Arbeit voll entfalten. Leistung macht dann Freude und motiviert. Für das Wohlbefinden ist jeder für sich verantwortlich.

Mit Wertschätzung kann man viel erreichen. Wir loben uns untereinander zu wenig, kritisieren zu viel. Wer immer nur auf das schaut, was nicht klappt, wird pessimistisch. Fehler und Pannen hält man besser klein und redet nicht viel darüber. Eine gute Team-Atmosphäre macht Freude und steigert die Arbeitslust.

Orientierung in Form einer Checkliste

Quelle: Leicher

Orientierung in Form einer Checkliste

Arbeitstypen „Gleichgültiger“ und „Durchhalter“

Wer gleichgültig ist, nimmt das Thema nicht ernst und kümmert sich nicht um die Techniken des Hebens. Beim Schmerz werden die ersten Warnzeichen nicht wahrgenommen und verdrängt. Der „Durchhalter“ beherrscht seine Schmerzen, ignoriert dann die Warnfunktion des Schmerzes und bahnt einer weiteren Schädigung den Weg.

Autor

Dipl.-Betriebswirt Rolf Leicher ist Fachautor und Referent
Telefon: (0 62 21) 80 48 82

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