1 Damit lassen sich unnötige Notdiensteinsätze vermeiden.
2 Wichtig ist, dass die Verbindung luftdicht bleibt, da sonst keine korrekten Druckwerte gemessen werden können.
Hier setzt die SmartBox Air Wi-Fi von GOK an. Das System misst den Füllstand im Tank, überträgt die Daten per App und warnt rechtzeitig, bevor das Betriebsmedium ausgeht. Damit lassen sich unnötige Notdiensteinsätze vermeiden – und sowohl Monteure als auch Endkunden profitieren von mehr Planungssicherheit.
Für Monteure bietet die SmartBox Air Wi-Fi die Gelegenheit, praxisnah zu erleben, wie pneumatische Messtechnik und digitale Steuerung zusammenspielen. Das Gerät ist laut Hersteller leicht zu installieren, arbeitet zuverlässig und kann dort, wo kein WLAN-Netzwerk vorhanden ist als lokale Füllstandsmessung eingesetzt werden. Für die Konfiguration und Füllstandsmessung vor Ort genügt die direkte Verbindung über den integrierten Hotspot.
Das pneumatische Messprinzip – einfach erklärt
Das Gerät arbeitet nach dem pneumatischen Messprinzip, also mit Luftdruck. Über den angeschlossenen Messschlauch wird eine definierte Luftmenge in den Tank eingeblasen. Der dabei entstehende Gegendruck hängt von der Höhe der Flüssigkeitssäule über dem Schlauchende ab.
Je höher der Flüssigkeitsstand im Tank, desto größer ist der Druck, der im Schlauch gemessen wird. Dieser Druckwert wird anschließend vom Gerät elektronisch in eine Füllstandsanzeige umgerechnet und sowohl auf dem Display als auch in der App dargestellt.
Vorteile des pneumatischen Prinzips:
Dieses Messverfahren ist robust und unempfindlich gegenüber Verschmutzungen – ideal für den Einsatz in Heizöl- und Dieseltanks, aber auch in Regenwasserspeichern oder Altöltanks.
Einbau und Installation
Einbau des Messschlauchs:
Im ersten Schritt wird das Montageset in den Tankdeckel eingeschraubt. Verwende PTFE-Band, um die Verbindung gas- und geruchsdicht zu machen. Hat der Tank ein größeres Gewinde als G 1½, können passende Reduzierstücke eingesetzt werden.
Anschließend wird der Messschlauch mit der Beschwerungstülle durch die Kabelverschraubung in den Tank eingeführt. Die Tülle sorgt dafür, dass der Schlauch senkrecht im Tank hängt. Idealerweise sollte sie auf dem Tankboden aufliegen. Liegen Ablagerungen oder Schlamm im Sumpf, lasse den Schlauch etwas darüber enden – so vermeidest du Fehlmessungen.
Fixiere den Schlauch durch Anziehen der Kabelverschraubung. Wichtig ist, dass die Verbindung luftdicht bleibt, da sonst keine korrekten Druckwerte gemessen werden können.
Montage des Anzeigegeräts:
Löse die Schraube an der Unterseite des Gehäuses und nimm den Deckel ab. Suche eine glatte, senkrechte Fläche an einer gut einsehbaren Stelle. Dort wird das Gerät mit den beiliegenden Dübeln und Schrauben befestigt.
Die SmartBox Air Wi-Fi sollte leicht zugänglich montiert werden, um später die USB-C-Ladebuchse oder den Touch-Sensor problemlos zu erreichen.
Anschluss des Messschlauchs:
Nun wird der Messschlauch mit der Druckpumpe im Gerät verbunden. Diese Pumpe sorgt dafür, dass die Luft in den Tank gedrückt wird, um den Füllstand zu ermitteln. Die Verbindung muss absolut dicht sein – und der Schlauch sollte knickfrei und idealerweise fallend zum Tank verlegt werden.
Inbetriebnahme
Drücke den Fitter-Button im Inneren des Geräts. Das Gerät aktiviert nun einen WLAN-Hotspot. Nachdem du dein Smartphone oder Tablet mit diesem verbunden hast, scannst du den QR-Code auf der Innenseite des Geräts mit dem Smartphone/Tablet. Damit öffnet sich die Einstellseite, auf der du Medium, Tankform, Maßeinheit und Sprache festlegst.
Da für die Inbetriebnahme der WLAN-Hotspot des Geräts genutzt wird, ist hierfür kein lokales WLAN-Netzwerk nötig.
Einbindung in die App und WLAN-Verbindung
Wenn der Kunde den Tank später auch aus der Ferne überwachen möchte, kann die SmartBox ins WLAN eingebunden werden. Lade dazu die Gok-SmartBox-App (Android/iOS) herunter, öffne sie und klicke das „+“-Symbol. Durch anschließendes Scannen des QR-Codes auf der Vorderseite des Geräts wird es in die App geladen und kann über die App überwacht werden.
Anschließend aktivierst du den Hotspot des Geräts und gibst in der App die WLAN-Daten des Routers ein. Nach erfolgreicher Übertragung wird das Gerät automatisch ins Netzwerk eingebunden – und die Tankdaten sind künftig weltweit abrufbar.
Erste Messung
Berühre den Touch-Sensor, sobald im Display „Füllstand messen“ erscheint. Das Gerät startet eine Messung über das pneumatische Prinzip: Es baut Druck im Schlauch auf, misst den Gegendruck und rechnet diesen in die aktuelle Füllhöhe um.
Im Display erscheinen der Tankinhalt und der Freiraum; das ist die Menge, die bei der nächsten Betankung eingefüllt werden kann. Der Tankwagenfahrer muss diesen Wert somit nicht mehr selbst berechnen. Gleichzeitig wird angezeigt, ob der gemessene Wert erfolgreich in die App übertragen wurde. Erscheint ein Dreieck mit der Anzeige der Messergebnisse, war die Übertragung nicht erfolgreich; prüfe in diesem Fall das WLAN-Netzwerk oder die eingegebenen Daten.
Praxisbeispiele: Intelligente Lösungen im Alltag
Beispiel – Gebäudemanagement:
Der Verantwortliche einer Gebäudeverwaltung muss sicherstellen, dass die Heizöltanks in mehreren, teils weit voneinander entfernten Gebäuden stets ausreichend gefüllt sind. Mit der SmartBox Air Wi-Fi behält er alle Tanks im Blick – über die App auf seinem Smartphone. Von jedem Ort mit Internetzugang kann er den Füllstand sämtlicher Tanks abrufen und so den Heizöllieferanten rechtzeitig über bevorstehende Nachlieferungen informieren. Dank der digitalen Vernetzung entfällt der Aufwand, die Tanks vor Ort zu kontrollieren, und Leerstände werden zuverlässig vermieden.
Die SmartBox Air Wi-Fi kombiniert pneumatische Messtechnik mit digitaler Datenübertragung. Für Monteure ist sie ein Beispiel, wie physikalische Grundlagen – in diesem Fall Luftdruckmessung – mit Elektronik zusammenarbeiten.