Hey SHK-Mädels und -Jungs,
wer mir auf Social Media folgt, weiß: Die Baumädchen Villa ist gerade mein absolutes Herzensprojekt. Ein Haus, das von Frauen errichtet wird – von der Planung bis zur letzten Schraube. Und nein, das soll kein Wettbewerb gegen die Männer sein. Es soll einfach zeigen, was wir Frauen im Handwerk und in der Baubranche alles können.
Die Heizungsplanung machen wir natürlich ebenfalls gemeinsam mit einer echten Expertin. Deswegen habe ich mich mit Judith Möller von Stiebel Eltron zusammengesetzt. Judith arbeitet dort in der Wärmepumpenentwicklung und kennt sich nicht nur mit Thermodynamik aus, sondern weiß auch genau, worauf es bei der Planung und später auf der Baustelle ankommt. Gemeinsam haben wir meine Wärmepumpe mit dem Navigator in der Toolbox ausgelegt. Das ging überraschend einfach.
Natürlich ersetzt der Konfigurator keine Fachkenntnisse. Aber er hilft enorm dabei, die Parameter im Blick zu behalten und verschiedene Varianten einfach zu simulieren. Übrigens gerade dann, wenn man gemeinsam mit Bauherrinnen und Bauherren plant, ist das Gold wert.
Ein Thema stand bei uns dabei ganz besonders im Fokus: die richtige Leistungsgröße der Wärmepumpe. Denn Leute, lasst euch eins gesagt sein: Größer ist bei Wärmepumpen eben nicht automatisch besser. Ich höre das immer wieder: „Dann nehmen wir doch einfach die nächstgrößere. Sicher ist sicher.“
Nein!
Natürlich sind die Wärmepumpen von Stiebel Eltron invertergeregelt und können ihre Leistung an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Aber: Ist die Anlage zu groß dimensioniert, kommt sie an vielen Tagen gar nicht in ihren optimalen Betriebsbereich. Stattdessen beginnt sie früher zu takten – also ständig ein- und auszuschalten. Das kostet Effizienz und geht auf die Lebensdauer. Deswegen: sauber rechnen.
Wer hat Angst vor’m Zusatzheizstab?
Und dann gibt es da noch dieses Thema, vor dem manche regelrecht Angst haben: der Zusatzheizstab. Ich ehrlich gesagt nicht. Wenn der Heizstab an wenigen, wirklich kalten Tagen im Jahr kurz unterstützt, dann ist das überhaupt kein Drama. Im Gegenteil: Oft ist genau das wirtschaftlicher, als die komplette Wärmepumpe für diese wenigen Extremtage größer auszulegen.
Oder wie ein sehr kluger Mensch einmal zu mir gesagt hat: „Du kaufst dir ja auch keinen Lkw und fährst täglich damit rum, nur weil du einmal im Jahr ein Klavier transportieren musst.“
Und falls ihr euch fragt, wie ich die Heizverteilung regle: Wärmepumpe zentral – Wohnungsstationen für die Wärmeübergabe in die einzelnen Wohnungen. Das ist transparent und effizient (witzig, das reimt sich sogar…). Falls ihr dazu mal Fragen habt, könnt ihr euch übrigens auch direkt an die Stiebel-Experten wenden. Den Kontakt zum Team für alles, das größer ist als das Ein- und Zweifamilienhaus, bekommt ihr über www.stiebel-eltron.de/immobilienwirtschaft.
Eure
Sandra Hunke
1 Größer ist bei Wärmepumpen nicht automatisch besser.