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Was soll ich auf den ÜBL?

Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
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Die handwerkliche Ausbildung in Deutschland wird als duales System durchgeführt. Gelernt wird also im Betrieb und in der Berufsschule, so heißt es. Und dann flattert eine Einladung zu einem ÜBL ins Haus. Was soll denn das?
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Die Ausbildung soll hauptsächlich in den Betrieben erfolgen - eigentlich logisch, wenn man im Handwerk eine Lehre macht. Die Theorie, die dabei in der praktischen Ausbildung zu kurz kommt, wird in der Berufsschule vermittelt. Der Betrieb muss seinen Azubi für diesen Schulbesuch freistellen. So dann und wann geschieht das auch schon mal mit leichtem Zähneknirschen seitens des Meisters; nämlich wenn es viel zutun gibt und man den Lehrling im Betrieb hätte gut gebrauchen können. Und dann winkt der Boss eines Morgens auch noch mit einem „Einberufungsbescheid“ zu einem Überbetrieblichen Lehrgang, einem ÜBL.

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Ist ÜBL wirklich übel?
Wozu bitteschön, soll das denn gut sein? Lernt man nicht alles, was man können muss in seinem Ausbildungsbetrieb? Die ehrliche Antwort auf diese Frage muss lauten: Nein. Das Handwerk des Anlagenmechanikers ist so umfangreich, dass ein Ausbildungsbetrieb meistens gar nicht die komplette Palette der für die Gesellenprüfung notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln kann. Die Betriebe haben sich nicht selten auf bestimmte Tätigkeitsbereiche spezialisiert. Auch die geographische Lage des Unternehmens spielt eine Rolle. Wer seine Ausbildung im ländlichen Bereich macht, der wird beispielsweise mehr mit Ölfeuerungen zutun haben. In einer größeren Stadt liegt dieser Schwerpunkt bei Gasgeräten. Dann kommt es auch auf die Art der Ausbildung an: Der eine Geselle lässt seinen Lehrling ruhig auch mal etwas machen. Der andere Monteur macht lieber alles selbst, damit keine Fehler passieren, deren Beseitigung dann ja wieder Zeit kostet.

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Der eine kann’s - der andere nicht…?
Genau hier greift die überbetriebliche Ausbildung. Sie soll dem Lehrling nicht zusätzliches Lernen aufbürden, sondern dafür sorgen, dass jeder in seiner Ausbildung auf einen einheitlichen Wissensstand gebracht wird. Der Azubi soll in den überbetrieblichen Schulungen praktische Kenntnisse aus dem gesamten Bereich des Anlagenbaus vermittelt bekommen, denn eines ist sicher: In der Gesellenprüfung wird ein breites und aktuelles Wissen abgefragt. Die überbetrieblichen Ausbildungsstätten auf einem hohen technisch modernem Niveau und verfügen über eine große Produktvielfalt durch die Kooperation mit der Industrie.

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Man sollte also die überbetrieblichen Schulungen nicht als zusätzliche Bürde sehen, sondern als Chance, seine Ausbildung auf ein breites, solides Fundament zu stellen. Dann kann man als Geselle bei den unterschiedlichsten Anforderungen der Betriebe seinen Mann stehen.

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