Die 10 Todsünden beim Wärmezähler-Einbau

Heizkostenerfassung in der Praxis
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Nur wenige Ungerechtigkeiten erregen die Gemüter der Bewohner eines Mehrfamilienhauses intensiver als die, zuviel zu bezahlen. Dies gilt insbesondere für die Heizkostenabrechnungen. Man möchte auf gar keinen Fall für die Verschwendungssucht des Nachbarn auch noch mitblechen. Gerade wo man doch selbst so sparsam ist.
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Seit 1981 schreibt die Heizkostenverordnung eine verbrauchsabhängige Abrechnung vor. Auch in der aktuellen Fassung dieser Verordnung von November 2008, die im Januar 2009 in Kraft getreten ist, ist das nicht anders. Demnach sind zwischen 30 und 50 Prozent der Heizkosten abhängig von der Nutzfläche umzulegen. Mindestens 50 Prozent werden dann verbrauchsabhängig ermittelt. Einerseits hat diese Verordnung zum Ziel, durch eine gerechte Verteilung der Kosten für Ruhe zu sorgen. Andererseits wird durch diese Regelung der Sparwille der Bewohner belohnt. Ein schonender Umgang mit Heizenergie zahlt sich ja für jeden Einzelnen aus und geht seither nicht mehr im Chaos der Verschwendung der anderen Mitbewohner unter.
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Wer möchte schon wegen Einbaufehler in der Hölle schmoren und dort als einzige Lektüre die Wärmemengenzähler-Installationsregeln zu lesen bekommen?

Wer möchte schon wegen Einbaufehler in der Hölle schmoren und dort als einzige Lektüre die Wärmemengenzähler-Installationsregeln zu lesen bekommen?

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Durch Verdunstung oder elektronisch
Untersuchungen zeigen den enormen Einspareffekt, der sich einstellt, wenn plötzlich gezählt statt pauschal geschätzt wird. In meiner Tätigkeit als Sachverständiger werde ich aber auch recht häufig angefordert, eventuelle Fehlmessungen zu untersuchen. Nicht selten misstraut man den Abrechnungen. Zum Teil sehe ich mir dann die Wohnungen und Heiz-Zentralen dieser Wohnhäuser an. Vor Ort stellen sich dann für mich auch die Fragen nach dem richtigen Einbau der verwendeten Komponenten. Zwei grundsätzlich unterschiedliche Methoden zur Ermittlung des Energieverbrauchs existieren nebeneinander. Eine einfache und ursprüngliche Art stellt der Heizkostenverteiler dar. In Form von beispielsweise einem Verdunstungsröhrchen wird die Auswirkung von Wärmeabnahme quasi aufgezeichnet. Je länger und je heißer also ein Heizkörper erwärmt wird, umso mehr Flüssigkeit verdunstet aus einem Röhrchen das auf der Heizkörperoberfläche befestigt ist. Wichtig ist hierbei, dass unterschiedlich große Heizkörper auch mit entsprechendem Faktor bewertet werden. Der winzige Heizkörper im Gäste-WC hat natürlich bei gleichem Pegelstand des Verdunsterröhrchens einen anderen Jahresverbrauch hinter sich als der riesige Gliederheizkörper im Wohnzimmer. Die Verdunsterröhrchen wurden mit der Zeit immer weiter verfeinert. Mittlerweile haben sich neben den Verdunstern elektronische Geräte etabliert. Ebenfalls aufgeklebt auf einem Heizkörper erfassen diese noch genauer die Abgabe von Energie im Hause. Technisch sind diese kleinen Kästchen dann sogar in der Lage per Funk ausgelesen zu werden. Am Ablesetag braucht dann also niemand mehr im Hause einen Urlaubstag verbraten, nur um den Herrn vom Ableseservice in die Wohnung zu lassen.
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Bei intelligenter Ableseelektronik müssen die Wohnungen nicht betreten werden, die Daten-Übertragung geschieht per Funk

Bei intelligenter Ableseelektronik müssen die Wohnungen nicht betreten werden, die Daten-Übertragung geschieht per Funk. (Bild: Ista)

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Die Wärmemengen exakt zählen
Schon lange existieren auch Zählanforderungen die durch ein Verdunsterröhrchen und seinem elektronischen Ableger nicht erledigt werden können. Beispielsweise der Energieverbrauch einer Fußbodenheizung lässt sich durch diese Heizkostenverteiler nicht ermitteln, ebenso wenig wie für Konvektoren oder Lufterhitzer. Auch wenn die Messung entsprechend genauer sein soll, schreit es nach einer Alternative, dem so genannten Wärmemengenzähler. Dieser misst eigentlich physikalisch richtig und genau. Ein Zählwerk, vom Prinzip her wie ein Wasserzähler, misst dabei den Volumenstrom des Heizwassers. Diese Messung alleine würde aber nur registrieren, dass da eine gewisse Menge heißen Wassers durchgerauscht ist. Erst die gleichzeitige Erfassung der Vor- und Rücklauftemperatur ergibt ein schlüssiges Gesamtbild. Erst jetzt besagt das Ergebnis: Da hat jemand eine gewisse Menge heißes Wasser abgenommen und um eine gemessene Temperaturdifferenz abgekühlt. Und diese Messung wird dann nicht für jede Heizfläche, also Fußbodenheizung oder Heizkörper, einzeln vorgenommen, sondern kann wohnungsweise erfolgen. Letztlich ergeben die so ermittelten Werte, eingesetzt in eine Formel, die verbrauchte Wärmemenge:
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Durchflussmesser und Rechenwerk eines Wärmemengenzählers arbeiten als eine Einheit

Durchflussmesser und Rechenwerk eines Wärmemengenzählers arbeiten als eine Einheit. (Bild: Ista)

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Dabei bedeuten:
Q : Energiemenge in kWh
m : Masse in kg
c : spezifische Wärmekapazität in Wh/(kg • K))
–     : Temperaturdifferenz in K
(sprich: delta Theta)
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Damit sich Theorie und Praxis decken, müssen die Wärmemengenzähler richtig eingebaut werden. Genau hier liegt aber oft Einiges im Argen.
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Die Temperaturfühler müssen richtig platziert und montiert werden, damit das Ergebnis stimmt

Die Temperaturfühler müssen richtig platziert und montiert werden, damit das Ergebnis stimmt. (Bild: Ista)

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Todsünden beim Einbau
Nicht selten trifft man bei den Beschwerden von Mietern auf Misstrauen gegen den Vermieter. Oft werden auch die enormen Energiepreissteigerungen der letzten Jahre von den Beschwerdeführern nicht genug berücksichtigt. Aber es zeigen sich eben auch Fehler beim Einbau der Wärmemengenzähler. Vermeidbare Fehler, wie wir gleich feststellen werden. Meine eigenen Beobachtungen und Erfahrungen habe ich noch mit den gesammelten Werken eines Unternehmens in dieser Branche erweitert. Die folgenden Todsünden sind nicht nach Häufigkeit oder etwa Schweregrad der Verfehlung gelistet. Auch erhebt die Aufzählung keinen Anspruch auf Vollzähligkeit.
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1. Falscher Mindest- und Nenndurchfluss
Damit der Durchflusssensor den zu erwartenden Volumenstrom auch mit hinreichender Genauigkeit aufzeichnen kann, sollte die Auswahl entsprechend erfolgen. Ein behäbiger Woltmannzähler für riesige Volumenströme lässt sich beispielsweise durch den Verbrauch einer Zweizimmerwohnung kaum beeindrucken. Für den Fall, dass an eine zukünftige Erweiterung der Wohneinheiten gedacht wird, sollte man nicht schon auf eine Kapazitätsreserve im jeweiligen Zähler setzen. Die Messungenauigkeiten würden dadurch eventuell zu groß.
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2. Falsche Position des Wärmezählers
Der Einbauort, Vor- oder Rücklauf, ist auf dem Wärmezähler angegeben und sollte unbedingt berücksichtigt werden. Obwohl der Einbau des Zählers im Rücklauf wegen der niedrigeren Temperaturen üblich ist, sollte der Einzelfall für die Komponenten immer geprüft werden.
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3. Falsche Fliessrichtung des Zählers
Ist der Einbauort der richtige, sollte auch die Fliessrichtung entsprechend gewählt werden. Ein rückwärts laufender Zähler liefert Fehlmessungen.
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4. Falsche Einbaulage für den Zähler
Ein Wärmemengenzähler hat, wie auch ein Wasserzähler, eine vorgeschriebene Einbaulage. Jede andere gekippte oder schräge Position kann das Zählwerk beeinflussen und ebenfalls die Messung verfälschen. Für den senkrechten oder waagrechten Einbau gibt es oft entsprechende Zählerarten. Man sollt sich also nicht erst auf der Baustelle von den Gegebenheiten überraschen lassen. Eine sorgfältige Planung zur Einbaulage ist daher notwendig.
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5. Zu kleine Ein- und Auslaufstrecken
Kurz hintern einem Bogen, T-Stück oder Ventil, treten Verwirbelungen auf. Um diesen Einfluss auf die Messung zu vermindern sollten entsprechend ausreichende Abstände zu solchen Komponenten eingehalten werden. Die Einbaurichtlinien mit jeweiligen Mindestabständen werden häufig mit dem Zähler zusammen ausgeliefert. Ein Blick in diese Unterlagen ist also mehr als nur empfehlenswert.
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6. Die Messelemente in unterschiedlichen Kreisen montiert
Die Volumenstrommessung sollte zusammen mit den Temperaturmessungen entweder im Primär- oder Sekundärkreis erfolgen. Eine Mischung führt ins Chaos.
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7. Falscher Einbau der Temperaturfühler
Die Fühler sollten mindestens bis zur Rohrmitte reichen und angeströmt werden. Ist der Nenndurchfluss unter 25 Millimeter (z. B. Cu-Rohr 28 x 1,5), sind keine Tauchhülsen zugelassen. Ein Umstand der nicht immer berücksichtigt wird.
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8. Nicht richtig kombinierte Sensoren und Rechenwerke
Die so genannte Impulswertigkeit eines Sensors muss natürlich zwingend mit dem Rechenwerk übereinstimmen. Es darf nicht sein, dass beispielsweise der Durchflusssensor einen Impuls pro durchflossenen Liter an Heizwasser abgibt, das Rechenwerk jedoch diesen Impuls als eine Menge von zwei Litern interpretiert und in der Folge rechnerisch falsch einsetzt.
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9. Gekürzte, verlängerte oder aufgerollte Fühlerkabel
Bei Kürzung oder Verlängerung von Fühlerkabeln erlischt im Zweifel die Zulassung dieser Bauteilkomponente. Daher müssen die entsprechenden Längen recht genau geplant und bestellt werden. Auch das Aufrollen einer Überlänge kann, durch den eventuell entstehenden Induktionsstrom, zu Fehlern bei der Messung führen.
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10. Abstand der Signalleitungen zu anderen Leitungen zu gering
Andere stromführende Leitungen können die Signalleitungen der Fühler beeinflussen und daher ebenfalls das Messergebnis verfälschen.
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Die Gleichkreisregel sieht vor, dass sich die Fühler im selben Heiz-Kreis befinden

Die Gleichkreisregel sieht vor, dass sich die Fühler im selben Heiz-Kreis befinden. (Bild: Ista)

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In meiner Praxis als Sachverständiger haben ich Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter oft über einen langen Zeitraum beobachten müssen. Einbaufehler trugen ebenso zu solchem Zwist bei wie die Uneinsichtigkeit von Mietern und Vermietern. Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass man wegen einer Unachtsamkeit von Ihrer Seite in Streit gerät. Wer auf Nummer sicher gehen will, überlässt nichts dem Zufall und arbeitet nach Checkliste. Dann wird fair abgerechnet und Ruhe und Frieden kehren (wieder) ins Haus ein.
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Autor: Dipl.-Ing. (FH) Elmar Held
www.ingenieurbueroheld.de

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28 Kommentare zu Die 10 Todsünden beim Wärmezähler-Einbau

  1. Martin 25. September 2013 um 15:04 #

    Danke! Sehr informativ für mich als Vermieter – wir werden demnächst umstellen auf WMZs. Gruß aus Ludwigsburg

  2. Josef 5. Oktober 2013 um 21:24 #

    Danke, das ist eine sehr gute Zusammenfassung. man bekommt immer viel von der Theorie vermittelt aber nichts über die Fehlermöglichkeiten beim Einbau.
    m.f.g. aus Paderborn

  3. Wolfgang 26. Oktober 2013 um 17:51 #

    Auch ich sage Danke.
    Das hat mir sehr geholfen und wird mir beim Auftrag zum Einbau der WMZs helfewn.
    Sehr informativ und praxisnah

  4. HW Hagemann 8. November 2013 um 6:06 #

    darf ein Vermieter WMZs einbauen oder auch ablesen

    • Keller 12. Juli 2015 um 9:52 #

      Sehr geehrter Herr Held,
      wie schön, dass Menschen ihr Fachwissen an andere kostenfrei im web weitergeben, damit diese finanzielle davon profitieren.

      In unserer Wohnung gibt es ein Gästezimmer, welche nie beheizt wird, da nur im Sommer Gäste eintreffen. Es ist ein Zimmer in der Dachschräge und entsprechend heiß wird es dort bei hohen Temperaturen. Im Wohnzimmer nutzen wir nur den grossen Gliedheizkörper, den kleinen nicht.
      ERGEBNIS DES JAHRESVERBRAUCHS 2o13, 2o14

      Wohnzimmer 1 Einheit Verbrauch

      Gästezimmer 2o13 12 Einheiten Verbrauch 2014– 14 Einheiten Verbrauch.

      System Verdungstungsröhrchen Minol.

      Frage: Wie kann man den offensichtlich falsch gemessenen Verbrauch beheben? Minol hat eine lapidare Antwort: „Dann ist eben die Heizung angesprungen wegen dem Frostschutz, basta“
      Ich erfuhr von Bekannten, dass die Verdunstungsröhrchen bei über 35 Grad im Zimmer Heizungsverbrauch verursachen. Also bekommt Minol Geld für die Sonneneinstrahlung? Wer kann Infos geben?

  5. Adolf Schupp 1. Februar 2014 um 1:54 #

    Wir sind eine Eigentümergemeinschaft,die mit Fernwärme (Nahwärme)beliefert wird.Die Warmwassererzeugung erfolgt per CTC- Warmwasserbereiter in unserer Wohnanlage. Die Verbrauchs-erfassung erfolgt einheilich per Wärmezähler, der in der Anlage des Wärmelieferanten installiert ist. Ob im Vorlauf oder im Rücklauf, ist nicht bekannt.
    Nun wird in unserer Wohnaanlage ein weterer Wärmezähler zur Erfassung des Energieverbrauchs für die Warmwassererzeugung eingebaut, und zwar un den Rücklauf. Frage: Was ist die Folge, wenn der WMZ für die Erfassung des Gesamtverbrauchs im Vorlauf, der WMZ für das WW aber im Rücklauf eingebaut ist?

  6. Michael Knaus 28. Juli 2014 um 19:44 #

    Was mich interessieren würde ist, an meinen Heizkörpern sind elektronische Wärmezähler angebracht, aber alle an verschiedenen Positionen am Heizkörper fest verschraubt. Gibt es nun einen genauen Befestigungspunkt (exakt die Mitte) ermittelt von zwei Schnüren, weil je höher sie befestigt sind, desto höher die Heizkostenabrechnung.

    • Martin 30. Oktober 2014 um 0:53 #

      Hy,

      Das kommt drauf welche Heizkörper bei dir in der Wohnung hängen. In der Regel müssen die Heizkostenverteiler auf 75% der Bauhöhe hängen. Wenn du der Baulänge nach gehst exakt in der Mitte. Egal ob Glieder oder Plattenheizkörper.
      Nun gibt es einige Hersteller wo das Einströmverhältnis des warmen Wassers etwas anders verläuft.
      Z.b. Hersteller Kermi
      Model: Therme X2
      An diesem Heizkörper muss der Heizkostenverteiler auf 50% der Bauhöhe hängen.
      Und es gibt natürlich auch noch jede menge Deppen in dieser Branche denen es scheissegal ist wo die Dinger hängen und schweißen die Befestigungsbolzen so pi mal Daumen an den Heizkörper.
      Firma Brunata z.B. da stimmt die Montagehöhen fast nie.

      Gruß

      Martin

  7. Cengiz 13. August 2014 um 15:18 #

    Sehr hilfreiche Seite. Gut erklärt ,besten Dank 🙂

  8. Frank 29. September 2014 um 0:35 #

    DANKE !

  9. Zorpuzan 29. Dezember 2014 um 17:29 #

    Hallo,
    Erstmal danke.für die tolle beschreibung des systems.

    Was mich noch interresiert ist folgendes.

    Wie kann man geschickt heizen um weniger zu zahlen, ist es richtig die heizung langsam immer auf eine höhere stufe zu schalten. Oder sollte mann auf ein mal auf das maximale aufdrehen sodass es sehr schnell warm wird , dabei merke ich aber das extrem viel wärme (Geld)durch die Heizung läuft!
    Danke im voraus!
    SG

    • Zorpuzan 29. Dezember 2014 um 17:35 #

      Habe vergessen anzugeben das ich in einem Mehrfamilienhaus wohne.
      Meine heizkosten werden durch einen Wärmedurchlaufzähler erfasst!
      Danke

  10. Karlheinz Zuleeg 27. Februar 2015 um 9:47 #

    Hallo,

    danke für die wirklich leicht verständlichen Erläuterungen. Diese haben mir (auch als Laien) sehr weitergeholfen.

    Mich interessieren noch 2 Fragen, über deren Beantwortung ich mich freuen würde. Diese Fragen ergeben sich aus Verbrauchsdifferenzen (entsprechend Messung des Wäreverbrauches im MWh für Heizung und Warmwasser) von mehr als 350% (+ oder -) zwischen den einzelnen Jahren.

    Wie und wo kann ich an dem eingebauten Zähler den vorgeschriebenen Einbauort (Vorlauf oder Rücklauf) feststellen oder ermitteln (siehe Ziffer 2 unter »Totsünden«)? Der Standort des Zählers ist in der von uns gemieteten Wohnung allerdings sehr schlecht einsehbar.

    Können auch nahezu zur Spule aufgerollte Fühlerkabel (siehe Ziffer 9 unter »Totsünden«) eine wie oben dargestellte Wirkung haben?

    Für eine Antwort bedanke ich mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen

    Karlheinz

  11. Franz Köhler 15. August 2015 um 7:46 #

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir bewohnen eine 3 ZKB, haben in den beiden Schlafzimmer nie die Heizung an. Im Wohnzimmer ist ein großer Rippenheizkörper und im intergrierte Esszimmer ist ebenfalls ein Rippenheizkörper. Im Bad haben wir ein Röhrenheizkörper von 60×80 cm. Diese Drei HK werde das ganze Jahr über mit einem Thermostatventil geregelt und immer auf Stufe 3. Im Bad sollen wir lt. Ista das dfeifache bezahlen wie bei den anderen HK. Alle Mieter hier im Haus bekommen einige 100€ zurück erstattet und wir sollen 431,00€ nachzahlen. Wir habe seit 2 Jahren die elektronischen Wäremezähler. Hier kann etwas nicht stimmen. Was können wir tun ?
    MFG. Franz Köhler

    • Loeti 16. August 2015 um 13:35 #

      Sehr geehrter Herr Köhler,

      als Fachzeitschrift können wir keine Empfehlungen geben. Sie sollten sich an die Verbraucherzentrale wenden.

      viele Grüße

  12. Johanna 24. September 2015 um 21:58 #

    Hallo! Danke fuer die sehr gute Zusammenfassung!

    Ich kann im Internet nichts zu der nicht absichtlichen Manipulation von Wärmemengenzählern bei Fussbodenheizungen finden. Wir haben das Problem, dass wir in unserer Wohnung einen viel grösseren und nicht zu den anderen Wohnungen proportionalen Verbrauch an Wärme hatten. Wir: 19 Mwh, die anderen Wohnungen 1, 2 und 4 Mwh (die mit 4 MWh hat ca. unsere qm).

    Ausschliesslich in unserer Wohnung hatten wir einen Wasserschaden. Dieser wurde 6 Wochen lang durch Esstrichtrocknung (heisse luft unter Esstrich, heisse Luft wurde auch in unmittelbarer Nähe zum Verteilerkasten und Waermezähler durch den Esstrich gejagt). Es herrschten tropische Verhältnisse in der Wohnung (ueber 40 Grad Zimmertemperatur)
    Kann es sein dass hier der Waermezähler angeschlagen hat? Danke für die wertvollen Tipps zu unserem.Dilemma…..

  13. Christian Ahlschläger 2. November 2015 um 17:26 #

    Wir haben auch das Problem Einrohrheizung Umstellung von Verdünsterröhrchen auf Elektronische Ablesegeräte
    ich zahle für eine 79 qm WHG im Jahr 2800,00 Euro bei 82 ETW
    32 WHG zahlen unter 400,00 Euro z.B.91,00qm WHG zahlt 267,00 Euro
    liege jetzt beim Landgericht werde wohl keine Chance haben die Anlage liegt in Dortmund Wickederstr 76
    wer kann mir helfen

  14. Alex 15. Dezember 2015 um 7:38 #

    Hallo,
    Wir haben ein ganz großes Problem. Es wurden bei uns neue WMZ im Heizungsraum (für 2 Häuser) installiert. Eine Heizung für beide Häuser. Nun ist es so, dass zwar auf dem einen Zähler Vorlauf/Rücklauftemperatur und auch eine Differenztemperatur angezeigt wird, aber der Verbrauch seit einigen Wochen nicht gezählt wird.
    Andererseits steigt der Verbrauch auf dem anderen Zähler schnell, obwohl die gesamte Durchflussmenge geringer ist als auf dem anderen Zähler. Wie ist möglich???? Hat hier wohl jemand manipuliert? Könnte es theoretisch sein, dass das andere Haus mit unserer Heizungsleitung verbunden ist, was dann vieles erklären würde.
    Klärungsversuche mit dem Nachbarn sind bisher gescheitert. Man sperrt sich gegen eine Prüfung.

    Wie kann man das prüfen, ohne in das andere Haus zu müssen? Gibt es irgendwelche Messverfahren?

    Schon jetzt vielen Dank

    Alex

    • Loeti 20. Dezember 2015 um 15:11 #

      Sehr geehrter Leser,

      wir sind eine Fachzeitschrift für den ambitionierten Gesellen und Lehrling aus dem SHK-Bereich. Leider können wir Ihre Frage nicht beantworten. Ihr SHK Experte wird Ihnen sicherlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.

      viele Grüße
      SBZ-Monteur

  15. Christian 12. März 2016 um 11:28 #

    Hallo,
    Wenn ich einen elektronischen WMZ mit Vorlauf- u. Rücklaufmessung montiere, und der nach der Formel Q=c*m*dT arbeitet, dann zählt er ja einlaufend das durchströmende Medium wobei ja bestimmt kleinere Gasblasen aufgrund der Trägheit des Zählwerkes vernachlässigt werden. Nach dem entlüften der Heizkörper fehlt jedoch schlagartig ein erhebliches Volumen, welches nach oben besagter Formel eine erhebliche fehlende Wärmemenge darstellt. In einem Mehrfamilienhaus dürfte hier der Messfehler in der Dachgeschosswohnung höher als im Erdgeschoss sein. Richtig?
    Wie wird dies kompensiert?

    • Loeti 13. März 2016 um 16:18 #

      Hallo Christian,

      nicht die Menge des Wassers ist entscheident für den korrekten Ablesewert, sondern die Umwlaufwassermenge, also der Volumenstrom oder der Massenstrom.

      viele Grüße
      SBZ-Monteur

  16. Maria 6. April 2016 um 12:09 #

    Hallo.

    Ich wohne in einer Wohnung, wo der Haus 1974 gebaut wurde und veraltete Verdunstungswarmwasserzähler eingebaut sind.
    Seit 5 Jahren ist der Verbrauch fast konstat wie die Vorjahre bis 2010 – damals zwei Personen, ab 2011 nur ein Personhaushalt.
    Obwohl ich seit 2011 alleine lebe, kaum koche bzw. des öfteren nicht in der Wohnung bin, mein Warmwasserverbrauch hat sich kaum wesentlich verändert und das kann nicht sein.

    Ich will jetzt privat die Warmwasser- und Wärmezähler einbauen lassen, dass ich nur das bezahle, was ich tatsächlich verbrauche.

    Einige Eigentürmer wollen das alte System beibehalten, weil sie dabei als Mehrköpfige Familie NUR profitieren und die Hausverwaltung unternimmt nichts, weil Sie einen Beschluss mit allen Eigentürmerzustimmung brauchen.

    Was kann ich tun, dass ich die neue und genaue Zähler einbauen lassen kann?

    Wissen Sie was 1m³ Warmwasser in Wien kostet?

    Mitfreundlichen Grüßen

    Maria

    Können Sie mir sagen wie ich

    • MarcelGruender 19. Juli 2016 um 20:59 #

      Hallo Maria,

      Sogenannte Wasserkostenverteiler kurz WKV sind zumindest in Deutschland seit 2015 nicht mehr zugelassen und dürfen für die Abrechnung nicht mehr verwendet werden. wie dies in Österreich aussieht weiß ich leider nicht.

      Die kosten pro 1m³ Warmwasser lassen sich nicht pauschal ermitteln, da diese für jedes Gebäude anders sind. Hier spielen jeweils die Energiekosten wie auch der Wirkungsgrad der Heizanlage eine Rolle.

      MfG

      M. Gründer

  17. Karin 24. Mai 2016 um 11:06 #

    Hallo Herr Held,

    mein Sohn lebt in einem Mehrfamilienhaus Bj. 1962 in Lindau in einer 50qm Wohnung.
    Nach seinem Einzug 11/2014 erhielt er eine Heizkostennachzahlung für 8 Wochen von 770.- Euro. Für das gesamte Jahr 2015 fallen eine Nachzahlung der Heizkosten von 3500.- Euro an. Die Werte wurden elektronisch gemessen. Der Verbrauch ist das 10fache der Vormieter. Vorher wohnte er in etwa der gleichen Wohnung Bj und Größe gleich in München. Er hatte dort eine jährliche Nachzahlung von 250.- Euro.
    Er hat Wohnungsnummer 1 im Erdgeschoss. Wegen Legionellen wurde das Warmwasser, das in das Gebäude geleitet wird deutlich erwärmt. Im Badezimmer funktioniert der Heizkörper gar nicht, obwohl laufend Wassergeräusche sind. Können sein Laptop die elektronischen Werte verfälschen. Ist das nun heissere Wasser, das das Gebäude mit Wärme versorgt, schuld an den extremen Werten? Wie kann man eine Gegenrechnung aufstellen, damit der tatsächliche Verbrauch unabhängig elektronischer Daten ermittelt werden kann. Die Hausverwaltung stellt sich stur, auch wenn ihnen diese Werte äußerst unglaubwürdig erscheinen .
    Herzliche Grüße
    Karin

    • Karin 30. Mai 2016 um 12:24 #

      Hallo Herr Held,

      wir waren jetzt bei meinem Sohn und lasen die Werte direkt an den Heizkörpern ab.
      Ein Heizkörper im Badezimmer weißt fast die doppelte Heizmenge und zwar 4142 Einheiten 2015 und bis Ende Mai bereits 1581 Einheiten auf, obwohl der Heizkörper nicht heizt und nur ein lautes Rauschen hörbar ist. Ferner kommt aus der Wasserleitung nur ein Rinnsal, so daß mein Sohn nicht duschen kann, sondern eine halbe Stunde Wasser in die Wanne laufen läßt, um sich dort zu „baden“.
      Im nebengelegenen Schlafzimmer ist der Wert 3098 Einheiten, obwohl die Heizung in den Wintermonaten nur auf Minimal wegen Schimmelbildung lief. Im Wohnzimmer lag der gemessene Verbrauch bei 2779 Einheiten, der Heizkörper wird allerdings erst bei höchster Einstellung warm. Unterdurchschnittliche Heizleistung oder keine , kaum Wasserdruck und höchste Messwerte aller Zeiten. Was können die Ursachen sein?

      Herzliche Grüße

      Karin

      • Loeti 30. Mai 2016 um 12:59 #

        Hallo Frau Zeder,

        haben Sie vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir in dieser Sache nicht weiterhelfen. Wir sind eine Fachzeitschrift und haben nicht die Möglichkeiten die Sachlage zu verifiziern. Bitte wenden Sie sich an den örtlichen Mieterschutzbund.

        viele Grüße
        SBZ-m Online Redaktion

      • MarcelGruender 19. Juli 2016 um 21:08 #

        Hallo Karin,

        von welchem Anbieter sind die Messgeräte an den Heizkörpern?

        Ursächlich für die erhöhte Messung kann zum einen eine nicht richtig funktionierende Anlage sein. Hier sind die Heizkörper gefühlt nur lauwarm, sodas diese voll aufgedreht werden müssen. Am Heizkostenverteiler wird dahingehend jedoch die höchste Temparatur gemessen und das Gerät rennt.

        Eine weitere nicht zu verachtente Möglichkeit könnte beim alter des Gebäudes sein, das es sich bei der Heizanlage um eine sogenannte Einrohrheizung handelt, für den Laien nicht von einer gewöhnlichen Anlage zu erkennen.

        Hiermit haben die meisten Messgeräte ihre Probleme den exakten Verbrauch zu messen.

  18. Willi 31. Juli 2016 um 17:27 #

    Hallo,
    2015 wurden wegen ständiger Klopfgeräusche in der Heizung die Hin- und Rückflussleitungen in unserem Haus ( 10 Wohnungen ) gewechselt. Das Klopfen war danach weg. Der Heizkostenverteiler wurde in die Leitung wieder eingebaut. Jetzt 2016 bekomme ich eine Heizrechnung die 450 € höher ist als die Jahre zuvor. Ich bin der einzige Wohnungseigentümer der auch einen Kamin hat und somit mit einem Ofen, außer einem kleinen Badezimmer die komplette Wohnung beheizt.
    Nach Befragung der Hausverwaltung wurde mir gesagt, das die Heizungsfirma die Heizkostenverteiler falsch ( Fließrichtung ) eingebaut habe und somit kein Verbrauch zu erkennen war. Somit wurden die Heizkosten auf Quadratmeter meiner Wohnung berechnet. Auch für 2016 würde so abgerechnet werden, da die Heizkostenverteiler erst ende 2016 ausgewechselt würden und die Heizperiode 2016 auch nicht abzulesen wäre. Die Heizungsfirma stellte sich gegenüber der Hausverwaltung stur und war der Meinung, das sie nichts dafür könnten. So berechnete die Hausverwaltung nach Quadratmeter da es so, gemäß Aussage im Gesetzestext stände.
    Ich habe mich auf der Internetseite von ISTA eingelesen, die einen ähnlichen Fall schilderte. Hier kam der § 9 Absatz 2 HKVO ins Spiel.
    Frage:
    Was kann ich machen, um eine richtige Heizungsabrechnung zu bekommen? Was kann ich gegen die Hausverwaltung und / oder dem Heizungsbetrieb einleiten ?
    Danke

  19. Aulepp, Gunther 11. Oktober 2018 um 10:41 #

    zwei Punkte die ansprechen möchte.
    1. ich halte die über Heizkostenverteiler (HKV) ermittelten Wärmeanteile einer Wohnung für ungenau, weil die Geräte zwar genau messen, der Faktor mit dem die Messdifferenz multipliziert wird aber nur sehr ungenau vom Messdienst entsprechend der Größe des Heizkörpers geschätzt werden kann. (auch wenn er drei Stellen hinter dem Komma hat). Ich hatte über mehrere Jahre den Wärmeverbrauch einer Arztpraxis und einer Wohnung in der gleichen Etage über elektronische HKV aufgeteilt, wobei die Wohnung immer gegenüber der Praxis mehr verbraucht hat( ca.55% zu 45 %) .Nachdem ich die Heizstränge mit einigem Installations-Aufwand getrennt hatte und in jedem Rlf einen WZ installiert hatte, kehrte, konnte ich die Aufteilung sowohl nach HKV-Summe je Mieteinheit als auch nach den beiden über WZ gemessenen Wärmemengen vornehmen. Das Ergebnis: 46% für die Wohnung statt bisher 55% und bei der Arztpraxis entsprechend den geändertn Wert 54% statt bisher 45%. Wie schon gesagt, der Faktor je Heizkörper spielt für die Genauigkeit des Wärmeanteils eine große Rolle und zusätzlich für die Auswirkung des Fehlers, wie oft er benutzt wir bzw. zugedreht ist (wenn z.B. zwei große Heizkörper in einem Raum und im Normalfall einer reicht)

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