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DEKRA warnt vor Kohlenmonoxid

Der stille Tod aus Feuerstellen

Kohlenmonoxid entsteht überall dort, wo Brennstoffe unvollständig verbrennen – vor allem in schlecht belüfteten Räumen, in denen zu wenig Sauerstoff nachströmt. Typische Quellen sind laut DEKRA schlecht gewartete Gasthermen, verstopfte Abgasleitungen von Gasheizungen sowie defekte Öfen und Kamine. Auch Holzkohlegrills, Heizpilze oder Stromgeneratoren in Innenräumen sind lebensgefährlich – ebenso der noch nachglühende Grill, den jemand zum Abkühlen ins Haus stellt. Selbst frische Holzpellets setzen im Lagerraum CO frei.

Das Gas ist farb- und geruchlos, lässt sich also mit den Sinnen nicht wahrnehmen, und kann sogar Wände durchdringen. Es bindet sich ans Hämoglobin und blockiert die Sauerstoffversorgung der Zellen. Erste Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit – an eine Vergiftung denken die Betroffenen meist nicht. 2024 starben in Deutschland 382 Menschen an einer CO-Vergiftung, 1834 kamen stationär ins Krankenhaus.

Für die Praxis heißt das: Feuerstätten und Heizanlagen regelmäßig fachgerecht warten, Abgaswege frei halten, für ständige Zu- und Abluft sorgen. In gefährdeten Bereichen gehören CO-Warnmelder installiert, die alle vier Wochen auf Funktion geprüft werden. Sie ersetzen keine Rauchwarnmelder – ein Wohnungsbrand wird von diesen deutlich früher erkannt.

Bei CO-Alarm: sofort Fenster und Türen öffnen, stoßlüften, bei unklarer Ursache das Gebäude verlassen und die Feuerwehr über 112 alarmieren.

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