So, nun morgen geht es los! Die Essener-Grugahallen werden für 4 Tage Schauplatz der größten regionalen Messe für Sanitär-Heizung und Klimatechnik.

Man kann jetzt schon einmal gespannt sein, welche Neuheiten und innovativen Produkte einen erwarten werden. So gehört es heute zum guten Ton, sich Energieeffizienz auf die Fahne zu schreiben. Dabei stellt man auch fest, dass die Heizwerttechnik , die uns jahrelang die Wohnungen und Häuser erwärmt hat, eine Technik von gestern ist. Wenn es nach der Europäischen Union geht, dann ist selbst die effektive Brennwerttechnik nur noch zweite Wahl. Zum guten regenerativen Ton gehört es, Wärmepumpen, Biomassekessel und Solarthermie im Angebot zu haben. Wenn das Produktportfolio dann auch noch ein Micro-BHKW beinhaltet, dann hängt der regenerative Himmel voller Geigen und aus den staatlichen Fördertöpfen fließt das Geld in diese Technik. Interessant wird zu beobachten sein, welcher Hersteller sich mit neuen Produkten wirklich absetzen kann. In einigen Fachberichten war schon vor Wochen von einer revolutionären Technik die Rede. Hier und da wurde bereits von dem Zeolith-Heizgerät des Hersteller Vaillant berichtet. Dies wird allein schon auf der Messe ein Alleinstellungsmerkmal besitzen, da kein anderer Hersteller in der Lage war, ein serienreifes Produkt zum Messestart zu präsentieren. Glaubt man den bunten Prospekten, dann werden bezogen auf den Brennwert Wirkungsgrade von bis zu 118% realisiert. Dies hört sich ein wenig nach Perpetuum Mobile an.
[Ein Perpetuum mobile (PM, v. lat. „sich ständig Bewegendes“, Pl. Perpetua mobilia) ist eine Konstruktion, die – einmal in Gang gesetzt – ewig in Bewegung bleibt und dabei Arbeit verrichten oder Nutzenergie bereitstellen soll, ohne dass ihr von außen Energie zugeführt wird oder ein Energiegradient, z. B. in Form eines Temperaturgefälles, zur Verfügung stünde.]
Die Rohrindustrie wird das x-te Steck- und Pressfittingsystem vorstellen und die Armaturenhersteller werden wieder mit weniger gut oder schlecht designten Produkten um die Ecke schauen. Natürlich wird es auch dort eine Menge über Wassermanagement zu erfahren sein, denn das kostbare Nass wird immer wertvoller. Bei den Sanitär-Keramikherstellern werden in diesem Jahr klare Formen das Sagen haben. Die Keramikbranche ist schon vor Jahren zum schnörkellosen Stil aufgebrochen und wird auch in diesem Jahr ohne Schnörkel auskommen.
Mein Fazit lautet: Ich freue mich auf die Messe – und wir sehen uns in Essen!













